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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 13. oktober 1861

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Dato: 13. oktober 1861
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Dresden l3.0ktober 1861

Theurer,verehrter Freund!

Im Auftrage der armen Frau von Hann und der guten Frau von Berge soll ich Ihnen melden, daß am 11 ten Oktober nach nur 3 Tagen Kranksein an Typhus der Cadet Herrmann von Hann verschieden ist im Cadettenheim. Sie können den Schmerz der Mutter, Tante und Großeltern ermessen, deren Augapfel er war. Wir sind sofort zur Stadt, um morgen seiner Beerdigung beizuwohnen. Es ist wirklich ein entsetzlicher Fall. Selbst der Kommandant des Kadettenhauses, Graf von Witzleben, weinte bittere Tränen darüber, denn Hartmann zeichnete sich in Allem die letzte Zeit aus. Was wird Collin sagen, welcher ihn wohl auch in Maxen kennenlernte! -

Ihren lieben Brief habe ich gestern empfangen, tausend Dank - Sagen Sie Collin, er brauchte sich nicht zu genieren, er schrieb so schön und Korrekt Deutsch wie ein Professor, und da ich die Antipathie der jungen Leute vor Schreiben kenne, rechne ich es ihm hoch an.

Das traurige Ereignis wird für den Winter traurig auf unsern Kreis zurückwirken, am meisten trostlos ist die arme Frau Berge. Für ihn entbehrte, sorgte, schaffte sie, ihm eine sorgenfreie Zukunft zu breiten. Jetzt ist ihr Lebenszweck vollendet!Sigwald ist bei Graf Einsiedels und schreibt, die Gräfin kommt den 1 ten November hierher - später auch der Graf! -

Für heute ist mein Kopf wüst. Die schmerzlichen Stunden drücken auf meine Seele. Ich kann nicht mehr schreiben, nichts anderes denken.

Ihre getreue Fr.Serre

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