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Brev fra Conrad Rantzau-Breitenburg til H.C. Andersen 3. oktober 1843

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Dato: 3. oktober 1843
Fra: Conrad Rantzau-Breitenburg   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Breitenburg, den 3. Oktober 1843

Teuerster Herr Andersen

In Gedanken habe ich.mich so oft und so viel mit Ihnen beschaftigt, dag ich in der Tat nicht weig, ob ich Ihnen nur in Gedanken oder wirklich von Fohr aus geschrieben habe. Gewollt habe ich es gewig, aber nach Ihren lieben, freundlichen Brief, den ich soeben erhalte, muß ich glauben, daß es nicht geschehen ist. In diesem Fall wollen Sie mein langes Stillschweigen entschuldigen. In Föhr habe ich ofter mit dem guten Konig und der liebenswurdigen Königin gesprochen und dem Könige auch das Paket übergeben, welches Sie mir für denselben übersandten.

Aber, mein teurer Freund, es waren ganz andere Bücher als Ihre Schriften. Der Konig erbrach das Paket in meiner Gegenwart und lachte recht herzlich, da er nicht die Bücher fand, welche ich ihm angekündigt hatte. Ich glaubte, Ihnen dies in meinem Biefe von Föhr geschrieben zu haben. Sie würden wohl tun, einmal zum Konige zu gehen. Vielleicht sind die dem König dedizierten Übersetzungen Ihrer Schriften nun wirklich angekommen. Der König wird Sie gewiß sehr freundlich aufnehmen, da er Ihnen gewogen ist und eben wie die Königin so sehr liebenswürdig. Mit meiner Gesundheit geht es viel besser. Ich hoffe, daß es so bleibt, und gehe deshalb nicht nach Wiesbaden, werde vielmehr ruhig den Winter auf Breitenburg zubringen und der angenehmen Stunden und Tage gedenken, welche Sie mir im vorigen Winter schenkten. Schreiben Sie mir doch zuweilen - und sagen mir, daß Sie meiner mit Freundschaft gedenken. Erzählen Sie mir von Kopenhagen wie in Ihrem eben erhaltenen Brief von der liebenswürdigen Sängerin, vorzüglich aber sagen Sie mir, was Sie gedichtet haben, woran Sie arbeiten und was Sie denken und tun. Alles was Sie betrifft, interessiert mich. Empfehlen Sie mich dem würdigen Konferenzrat Collin und wer sonst an mich denkt, behalten Sie mich in freundlicher Erinnerung und sein Sie von meiner innigen Hochachtung und Freundschaft überzeugt.

Gehorsamst Rantzau

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