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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 12. februar 1845

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Dato: 12. februar 1845
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Dresden am 12. Fbr. 45

Unmöglich kann ich meinen Brief an die Baronesse Stampe abgehen lassen, ohne Ihnen nich[t] den Empfang der 2 Märchenbücher anzuzeigen, womit mich Ihre Güte so unendlich erfreute. So manchen Abend lesen wir daraus vor - und uns erhebt des Dichters Geist und rührt sein inniges, kindliches Gemüth - was so reizend daraus hervorleuchtet: - Selbst die feine Ironie darin trägt keinen verletzenden Stachel! Mögte er bald wieder so schöne Blüthen seines herrlichen Talentes der Welt ertheilen! -

Wie begierig sind wir auf das Werk, was Sie jetzt unter der Feder haben! -

Ich kann nicht ins Theater gehen, ohne daß meines Geistes Auge Sie in Lüttichaus Loge auffindet!-

Gestern sahen wir ein neues Stück von Laube, Struensee oder Die Deutschen in Dänemark. Wie versetzte ich mich dabey nach Copenhagen, u suchte in Gedanken meine Lieben dort auf! -

Das Stück wurde mit vielem Beyfall aufgenommen, der Autor gerufen, doch wird es sich nicht so halten als sein Monaldeschi.

Laube ist ein geistreicher Mann, er war gestern Abend mit einigen schriftstellerischen Notabilitäten bey uns.

Gutzkows Urbild des Tartuff füllt noch immer das Theater, es ist eins der besten, neuesten Lustspiele.

Ich glaube, unser Hofrath Winkler hätte selbst mit Vergnügen Ihren Mulatten übersetzt, oder noch jetzt für die Bühne arrangiert! Ist er gedruckt, und wie kann man ihn erlangen? -

Wann und wohin gedenken Sie Ihre nächste, größere Reise anzutreten u darf ich einmal wieder auf einen Brief von Ihnen hoffen? -

Mein Mann trägt mir die herzlichsten Grüße an Sie auf.

Mit treuer Ergebenheit

Ihre Fr.Serre

Sehen Sie Graf Adam Moltkens zuweilen? Wie geht es ihnen?

Der Violinist Prume ist hier auf dem Wege nach Copenhagen wo er so wohl aufgenommen! -

Kohl sitzt noch immer in Kreischa und kommt die Sontage herein, wo wir bey uns von Shakespear u Calderon Schauspiele mit vertheilten Rollen lesen, selbst die Bayer und sonneste Actrice u die Schr-Devrient lesen zu weilen mit, kommen Sie einmal wieder, lesen wir so, Ihren Mulatten.

Tekst fra: Niels Oxenvad