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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 8. december 1851

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Dato: 8. december 1851
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Maxen am 8.Dezember 1852 [1851]

Mein theurer Herr Professor!

Wie sehr habe ich mich über den Inhalt Ihres letzten Schreibens gefreut. Von Herzen gratuliere ich zu dem so wohl verdienten Titel,der keinem Würdigern geschmückt. über das Genie breitet ein Schutzengel seine Fittiche - so entgingen Sie auch glücklich der Gefahr, als der Balken auf Ihr Haupt fiel! -

Wie viel Schönes werden Sie jetzt mit Ihrem warmen Herzen mitten unter den Schneelawinen schaffen, die auch uns hier in Maxen völlig vergraben und oft viele Tage jede Kommunikation mit der Stadt abbrechen! Wir sitzen so zu sagen fast unter diesen Schneebergen,die sich rund herum auftürmen und werden das Fest wohl auch in Maxen zubringen! Hier habe ich meine Kinder, meine Armen - die Beamten, die sich Alle freuen, wenn ich ihnen den Christbaum putze. In der Stadt ist jeder mit sich beschäftigt - und vermißt mich nicht.

Mein Mann ist wohl und munter und tätig im Einrichten einer neuen Fabrik - und wir arbeiten - lesen - und ich schreibe viel - so vergeht die Zeit. Auch dies Schneckenleben wird uns lieb - ;

Nur bin ich immer so unwohl und körperlich e1end. Der Arzt sagt, mit dem ersten Frühjahr müßte ich nach Kissingen. Könnten wir uns in einem Badeorte finden! Vor Allem wollte ich Sie ersuchen, den Gipsabguß nach der Natur,sei es auch nur Maske von Orstedt mir gütig zu besorgen! Ich hatte die Absicht,denselben zu seiner Sammlung Carus zu Geburtstag zu schicken, welcher den 1ten oder 2ten Januar gefeiert wird. Er Müßte aber Ende dieses Monats sicher hier eintreffen.

Wenn Sie den Auftrag an einen solchen Gipsstatuen-Verkäufer geben,ihn gut einzupacken und mit der sichersten Gelegenheit hierher zu senden - so hätten Sie die wenigste Mühe. Die Kosten bitte mir zu schreiben. Ich kann durch Leon Moltke dann meine Schuld Ihnen leicht abtragen! -

Mit großer Spannung erwarten wir jeden Abend, wo die Zeitungen anlangen! Welch kühner Staatsstreich des L. Napoleon in Paris. Sicher ist er vom Norden aus gedrängt worden! Wie alles enden wird. Gewiß kehrt die Ruhe bald dort zurück!

Moltkes haben die Freude gehabt, Leon auf einige Tage hier zu sehen, bei seiner Abrufung von Paris. Elisens Bruder mit Frau und Tochter,aus Wien kommend,haben sich für den Winter in Dres¬den etabliert. So sehr nun Erstere die Bekanntschaft ihrer Schwägerin fürchtete {die wie bekannt früher auf dem Theater war), so soll sie liebenswürdig, gebildet und von feinen Takt sein. Übrigens klagt Elise,daß ihre Gesundheit,das kalte Klima von Dresden nicht vertragen kann und über Monotonie der Ge¬selligkeit. Sie will auch nicht Gesellschaften besuchen ,Bekannt¬schaften anknüpfen, und so wird ihr dieser stille Aufenthalt nur Hypochondrie geben. Alle, die vom Glück verwöhnt, verzogen sind-jede Wünsche sich befriedigen können-denen versagt der Himmel die innere Be¬friedigung. Sie ist übrigens von einem himmlich guten Charak¬ter f¬ Sobald die liebe Erde wieder von seiner weißen Hülle befreit¬dann wird der Pfad zu Andersens Baum angestanzt.Der Baum be¬kommt rings herum Erde,darunter ein Gemäuer,damit er der Stüt¬zen nicht bedarf und frei sein Haupt in die Lüfte trägt. Ich werde Ihrer am 24.denken-und in der Mitternacht, wo das alte Jahr scheidet f Gott segne Sie und erhalte Ihnen den kindlich schönen Sinn, so wohltuend für sich selbst-für Andere f¬ Ein paar Zeilen von Ihnen sind mir Sonenstrahlen in einer Winternacht f In Treue Ihre Fr.Serre [Randnotiz]: Wer hatte mir eine Handschrift von Jenny Lind-eine von der Fr.Carlin von Orstett versprochen?

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