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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 14. august 1856

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Dato: 14. august 1856
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Dresden l4.Aug.1856

Mein theuerster Freund!

Heute kam Ihr lieber Brief, zwar ohne Datum, aber ich berechnete die Zeit. Gottlob, Sie sind nun am Meer und die schlagenden Wellen werden Ihren Körper stärken und abhärten! Was Sie von Kälte sprechen, begreife ich nicht. Wir haben 28 Grad Wärme und möchten zerfließen!

Eliza Moltke reist morgen mit Sigwald über Hamburg, wo sie 2 Tage mit ihrer Schwägerin sein will, nach Glorup. Die Schlammbäder in Marienbad haben ihr mehr geschadet - sie klagt sehr, - aber ist so liebevoll zu mir wie immer und saß eben 2 Stunden ganz gemütlich auf dem Sofa in der Eßstube, was ihr das liebste Plätzchen in Dresden ist, wie sie versichert.

Denken Sie, sie ist in Schleitz bei ihrer Frau Doktor Graff gewesen, mit Sigwald, sie hat sie über die Augen ihrer Tochter konsultiert. Ganz erstaunt war sie über ihren Scharfblick, ebenso Sigwald. Ohne die Gräfin zu kennen, ohne daß diese sie befragt, hat sie ihr treffend ihren Krankheitszustand geschildert, so daß sie nächstes Frühjahr sicher hingeht! -

Hätte Tyborg meinen Rat befolgt, - hätte er den kleinen Umweg gemacht - und nur ihre Ansicht über seinen Zustand gehört! Ich nehme so Teil an seinem traurigen Schicksal!

Ihr Buch habe ich Clementine vor der Taufe gegeben - und somit des kleinen Clemens Bibliothekanfang haben Sie gestiftet. Sie danken Ihnen herzlich. Das Kind gedeiht und alles war heiter und festlich und die Eltern glückselig.

Mein Mann war bei Henselts mit Krägen 3 Tage und war sehr vergnügt dort. Die Barrow genießt die Freuden und Beschwerden des Kennenlernens einer größeren Stadt, Galerie, Ausstellung, - Tharandt-Heißen - Bekanntschaften des Bibliothekars-und andere Notabilitäten, die ich ihr bereiten konnte. Alles nimmt sie in Anspruch. - Sie kommt dann wie ein rauschender Wasserfall aus dem Theater, in Hitze und Entzücken ganz aufgelöst wieder! - Auch Frau von Goethe ist wieder zurück! Helene von Villers und die Baronin Brunsberg kommen Sonnabend für paar Tage nach Maxen. - Die gute Seidler bleibt bis Ende August,und Frau Julie Burrow wartet nun aus Leipzig auf einen Geldbrief &um dann schnell fortzufliegen'.

So geht es in Maxen und hier!

Lesen Sie auch zuweilen Erinnerung und denken Ihrer schwesterlichen Freundin dabei ? - Hofrat Winkler sagte, er hätte sehr auf Ihren Besuch gehofft. -

Für heute, von meinem Mann das Herzlichste. Die anderen schlafen schon!

In Treue Ihre Fr.

[Randbemerkung:] Das Gedicht Erinnerung lesen Sie allein, bestimmt teilen Sie niemand mit.

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