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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 1. august 1859

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Dato: 1. august 1859
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Am 1.August 1859

Theuerster Freund!

Zuerst soll ich Ihnen von meinem Mann die herzlichsten Grüße und seinen Dank bringen, für Ihren lieben Brief und seine Klagen, daß Sie ihm und uns Allen sehr, sehr fehlten! - Wir waren ganz en famille, Carl, Clementine mit ihren 2 präcktigen Jungen, Pastor Heyne, die Nachbarn Preußers, Sigwald und noch Einige, kamen ganz ungebeten heraus! Nach 2 Monat Trockenheit und flehen um Regen, sendete Gott gerade den 28sten ein wohltätiges Gewitter. Es ist traurig die Kleefelder und Wiesen, wie verbrannt zu sehen, alle Feldfrüchte verdorben, der Garten wie aus Asche, die Rosen an den Rändern wie vergelbt - die Blätter von den Bäumen wie im Herbst abgefallen. Das Wasser muß zum Tränken des Viehes gefahren werden.

Ich fahre oft zur Stadt, da Frau von Goethe für 2 Monate hergekommen,und sich mit der Schriftstellerin Jamesen hier ein Rendezvous gegeben. Letztere geht nach Rom, Frau von Goethe nach Wien zum Winter. Wie sehr bedauere ich, daß sie nicht hier bleibt, gern benutze ich jeden Abend jede Stunde mit ihr zu sein, doch Sie wissen es bindet doch die Pflicht mich an mein Haus in Maxen. Sie ist trostlos, wenn ich wieder hinausfahre. Baron Walther war auch 14 Tage hier. Clara Heinke hat mir noch nicht von Teplitz geschrieben, sie hofft sehr, Sie noch im Herbst in Dresden zu sehen!

Ja, wenn Sie einmal einen Winter hier sein könnten wie herrlich. Uns gegenüber sind so gute Wohnungen! - Gutzkow zieht mit Frau und Kind auch wieder her und wohnt in der Wohnung von D.Pabst. Gräfin Moltke denkt Sonnabend nach Glorup zu reisen für 2 Monate, dann den Winter wieder in Dresden zu verleben. Sie hofft, Harald bekommt Urlaub, sie dort aufzusuchen, doch scheint er keine Lust dazu zu haben und lieber die Mama in Dresden aufzusuchen. Leon hat eine Ministerpresident Stelle in Hamburg bekommen, was die Gräfin sehr glücklich macht! schon wegen der Nähe. - Frau von Berge, Minna, Margaret, die wieder nach der Gräfin Abreise zu mir kommt -grüßen! Trotz Trockenheit steht Ihr Lerchenbaum und Eiche grün und lebendig. Mein Carl kennt die Orte sehr genau, welche Sie jetzt besuchen und war an Vielen derselben dort! - Welche schönen Früchte werden nach dieser Reise reifen, dauerte nur die Übersetzung nicht so lange. - Die Baronesse Stampe hat mir wiederholt geschrieben, wir möchten doch nach Nysø kommen - doch Serre ist nicht reiselustig. Nach Glorup kommt viel Besuch. Der russische Botschafter Fürst Wolkovsky mit Frau und Dienerschaft, aus Paris Bekannte und ich weiß nicht wer Alles! - Sicher liegt die Karte vor mir und ich suchte mir alle genannten Orte auf Jütland auf wo Sie jetzt weilen und fand sie auch! - selbst das Landgut von wo Ihr Brief datiert ist wenigstens die Stelle, wo es liegen muß. Wir suchen eine Winterwohnung für Gräfin Moltke hier, wenn sie im Oktober rückkehrt aus Glorup! Sehen Sie - Sie sollten auch einen Winter hier verbringen.

Getreu und in aller Freundschaft

Ihre Fr.

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