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Brev fra H.C. Andersen til Carl Hoffmann 17. januar 1861

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Dato: 17. januar 1861
Fra: H.C. Andersen   Til: Carl Hoffmann
Sprog: tysk.

Lieber theurer Hr Hoffmann!

Wie sind Sie und die Ihrigen herzensgut und lieb! innig hat mich Ihr Brief erfreut, unerwartet war die Neujahrs Gabe von dem „Buch der Welt" und durch die Feierstunde, aber überraschend und schön der theuere Erinnerung von den liebenswürdigen edlen Damen; wie kann ich, und in einer meiner fremden Sprache, warm und innig mich ausdrücken, endlich Sie dass ich sehr glücklich und hoch erfreut bin. Sie haben alle so herzlich und schön an mich gedacht. Glauben Sie mir, den schönen Tage in Stuttgart kommen mir oft in den Gedanken, und gehören zu de besten, die schönsten auf der Reise des letzten Sommers. Seit mein letzten Schreiben aus München ist eigentlich die Zeit schnell hingeflogen, und erst seit 14 Tage bin ich erst hier in Kopenhagen zu Ruhe gekommen. In München wurde ich krank, ich reiste erkältet und febril gegen Norden, verstimmt dass ich meine Reise / nach Rom aufgeben muste. Ich kam sehr leidend nach Dresden, aber dort habe ich Freunde die mich wie ein Verwandte lieb haben, ich wohnte bei der Familie Major Serres, wurde gepflegt, gefeiert; gar zu gut, und lieb waren sie alle wie immer gegen mich, und beinahe vier Wochen vergingen, ich war wieder recht gesund aber immer verstimmt, der Winter fing an und, in einige Tage fuhr ich schnell auf der Eisenbahn über Berlin, durch die Herzogthümer, nach Danemark, wo ich noch 14 Tage auf dem Lande verweilte und erst dann nach Kopenhagen ging, aber ich konnte kein Wohnung früher als ersten Januar erhalten ging darum wieder vor Weynachten nach einem Rittergut bei Freunde und kaum 12 Tage kam ich hieher; habe eine freundliche Wohnung auf unseren schönsten Promenade Platz, wo die Dampschiffe und dort , empfing ich Ihren Paquet und Ihren Brief die durch Extrapost diesen strengen Winter etwas

[uafsluttet]

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscan 13-1, 930-31)

Kopenhagen 17 Januar 1861.

Lieber, theurer Hr Hoffmann!

Wie sind Sie und die Ihrigen herzensgut und lieb! Innig hat mich Ihr Brief erfreut, unerwartet war mir die Neujahrs Gabe von dem Buch der Welt und die Feierstunde, aber überraschend und schön der theuere Erinnerung von den liebenswürdigen edlen Damen; wie kann ich, und in einer meiner fremden Sprache, warm und innig mich ausdrücken, erzählen Sie Ihnen daß ich sehr glücklich und hoch erfreut bin. Sie haben alle so herzlich und schön an mich gedacht. Glauben Sie mir, die schönen Tagen in Stuttgart kommen mir oft in die Gedanken, und gehören zu den besten, den schönsten auf der Reise der letzten Sommer. Seit mein Schreiben aus München ist die Zeit schnell hingeflogen, und erst seit 14 Tagen bin ich in Kopenhagen zu Ruhe gekommen. In München wurde ich krank, ich reiste erkältet und febril gegen Norden, verstimmt daß ich meine Reise nach Rom aufgeben mußte. Ich kam sehr leidend nach Dresden, aber dort habe ich Freunde die mich wie ein Verwandte lieb haben, ich wohnte bei der Familie Major Serres, wurde gepflegt und gefeiert; gar zu gut und lieb waren sie Alle wie immer gegen mich, und beinahe vier Wochen vergingen, ich war wieder recht / gesund aber immer verstimt, der Winter fing an in einige Tagen fuhr ich schnell auf der Eisenbahn über Berlin, durch die Herzogthümer, nach Danemark, wo ich noch 14 Tage auf dem Lande verweilte und erst dann nach Kopenhagen ging, aber ich konnte keine Wohnung früher als ersten Januar erhalten, ging darum wieder vor Weinachten nach einem Rittergut bei Freunden und jetzt vor kaum [12 rettet til:] 14 Tagen kam ich hieher, habe eine freundliche Wohnung auf unseren schönsten Promenaden Platz, wo die Dampschiffe anlegen, und dort empfing ich Ihr Paquet und Ihren Brief, die durch Eistrasport diesen strengen Winter etwas später als sonst eingetroffen ist. Aus München bekam ich einen liben Weinachts Gruß von Kaulbach, einen schönen Kupferstick der "den Engel" vorstellt nach einem meiner Märchen. Auf Reise habe ich disen Sommer gar nichts, mit Ausnahme eines kleines Märchen: "der Schmetterling," geschrieben, jetzt aber, seitdem ich auf den vaterlandsche Boden kam, strömt und sprudelt die Quelle der Dichtung, ich bin sehr fleißig gewesen, aber bisweilen komt die Sehnsucht nach Süden, so schwer und überwältigend über mich, daß ich halb krank bin, und Wegfliegen, daran ist nicht zu denken, Alles liegt mit Eis und Schnee, der Eisenbahn hat man ein Paar Mal gar nicht benutzen können, und nur mit Eiskähnen kommt man über das Belt, eine sehr beschwerliche Farth.

So Gott wil, und Freude und Ruhe bleiben muß, / fliege ich fort im Mai; wie glücklich werde ich sie Sie, Ihre liebe Frau, theure Kinder und alle meinen Freunden und Freundinnen, um nur einige Stunden zu sehen, zu sprechen; Grüßen Sie herzlich und innig! Das Leben kan so schön sein! mag es doch ungestört bleiben und bedeihen! ich danke Ihnen herzlich; ich bin o dankbar für alle Theilnahme und Liebe für mich, ich denke an Sie wie eine längst gekannte und geprüften Freund! Gott freue und ehalte Sie. Mein Bild, in Kopenhagen, gemacht, lege ich im Brief bei, es kommt statt einen Brief für Ihrer theure Frau Gemalinn; tausend Grüßen dabei! Das größere Bild von Hanfstangl haben Sie gewiß erhalten? Meine Freunde in Kopenhagen sind nicht zufrieden damit, sie ziehen die hiesige vor. Und nun Leben Sie wohl, leben Sie glücklich! freuen Sie mich einmal mit einigen Zeilen und bleiben Sie mir, wie ich Ihnen, ein treuer, lieber Freund.

Herzlichst

H. C. Andersen

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscan 80, 33-36)

Kopenhagen 17 Januar 1861

Lieber theurer Hr Hoffmann!

Wie sind Sie und die Ihrigen herzensgut und lieb innig hat mich Ihr Brief erfreut; unerwartet war mir die Neujahrs Gabe von dem Buch der Welt und den Feierstunden, aber überraschend und schön der theure Erinnung von den liebenwerdigen edlen Damen [resten mangler]

Tekst fra: Ejnar Askgaard (på koncept til "Det nye Aarhundredes Musa", Collinske 36,4)