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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 28. januar 1863

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Dato: 28. januar 1863
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Dresden am 28.Januar 1863

Theurer,verehrter Freund!

Mit wahrer inniger Befriedigung empfing ich Ihren lieben Brief aus Biaritz! Es war mir so beruhigend Sie jenseits der Grenze Spaniens wohlbehalten und glücklich zu wissen und wieder auf der Straße des Eisenbahnverkehrs - denn ich habe mich eigentlich recht gesorgt, wie Sie die Strapazen der so ermüdenden wenn auch einzig interessanten Reise, eine Quelle unerschöpflicher Erinnerungen wurden, vertragen können.

Gott lob, er hat Sie beschützt, und bald ist uns ein frohes Wiedersehen in Aussicht - was werden wir zusammen zu lesen bekommen! Ihr poetisches Gemüth,Ihr reicher Geist, Ihre Begeisterung für alles Herrliche fällt ja so wunderbar schön auf und weiß es eben so wiederzugeben! Jetzt sind Sie in der großen Weltstadt wo ewiger Festtag waltet, im Lichtglanz spät und früh. Alles strahlt - wo alles sich um uns dreht und wogt. Doch nicht nur der äußere Glanz schmückt Paris, es gibt so unvergleichliche Kunstschätze und Herrlichkeiten auch für die höheren Empfindungen,daß man wie berauscht ist! - Wie wird die Stille, Ausruhen Ihnen Bedürfnis werden, das Einkehren in sich selbst - wie werden Sie sich sonnen dann in dem teuern Vaterlande!

Clara hat bewunderswürdig Ihr Gedicht übersetzt. - Sie ist doch auch bei Gott an der ... Freundschaft für Sie, tut das übrige. - Wie hofft sie auf ein nahes Wiedersehen in Dresden! Frau von Berge ist gern bereit, ihre hescheidenen Räume Ihnen anzubieten und Sie sind dann uns immerwährend erreichbar!

Ich hoffe, Sie kommen!

Serre, welcher zwar stets seine Stube hütet, aber doch ohne Gefahr leidend ist, vergönnt mir kleine Freuden der Geselligkeit und hat schon öfter abends Gesellschaft bei uns gesehen, wo musiziert oder gelesen wird. Nur die liebe Gräfin fehlt mir schmerzlich,auch Frau von Goethe. Doch ist Sigwalds hiersein ein kleiner Ersatz! -

Ich treibe Englisch mit einem alten englischen Freund der diesen Winter hier zubringt. Carus ist nach dem Tode eines Professors in Jena zum Präsidenten der Leopoldinischen Stiftung für wissenschaftliche Zwecke, als Kaiser Leopold diese Stiftung errichtete, gab er dem Präsidenten den Rang eines...

Eigentlich ist diese Stiftung nun ..., aber die Fürsten steuern dazu, um den Ankauf wissenschaftlicher Bücher zu befördern. Der Präsident hat noch einen Adjunter, und berühmte Professoren zur Seite. Carus ist glücklich darüber! - Ich bitte, sagen Sie der lieben Gräfin, ich sei entzückt über ihren Brief, aber ich bat sie, mir ja die versprochene kleine Fotographie vom Grafen Leon mitzuschicken. Clara hat die beneidenswerte kleine Fotographie von Ihnen, ein Blatt des kranken Kindes. - Der Engel. Gibt es noch eine davon? - Welche Sterioskopen Ihrer Reiseerinnerungen werden Sie sich mitbringen, ich freue mich schon, sie durch meine Gläser zu schauen, wenn Sie kommen. An Herrn Collin einen herzlichen Gruß. Bald hofft von Ihnen zu hören

Ihre Fr.!

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