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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 1. maj 1869

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Dato: 1. maj 1869
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Maxen am 1.Mai 1869

Lieber theurer Freund!

Welche große Freude hat mir Ihr lieber Brief bereitet mit der interessanten Beilage, Ihr Sterioskop, und das Ihres Freundes, welche gerade am Vorabend meines Geburtstages kam. Dank, tausend Dank für freundliche Erinnerung und Gabe - Auch mir wurde der Segen, von unzähligen lieben Freunden mit Blumengaben und Wünschen überschüttet zu werden. Die Jahreszeit ist günstig. Alles blüht und grünt in der Natur und atmet Wiederbelebung und flößt Hoffnung in die kranke Brust. Auch ich hoffe von der Landluft besser Befinden! Es ist doch schön hier auf meinen Bergen! Die Luft rein und klar - die Aussicht auf die Sächsische Schweiz entzückend. Alle heißen mich mit Liebe willkommen, - und immer schwerer wird mir der Entschluß, mich von diesem lieben Heim zu trennen! -

Gestern schickte ich Ihnen einen Aufsatz in der Europa, der mir anonym zugesendet wurde. Wahr ist alles, was darin von meinem Origin steht. Ich denke, Sie werden ihn mit Interesse aus alter Freundschaft lesen - vielleicht benutzen Sie Stellen daraus in der Erwähnung Ihrer Fortsetzung des Märchens Ihres Lebens, da Sie mir schrieben, Sie beabsichtigten auch Maxen darin zu verewigen. Ich beklage noch sehr, Ihre Freunde nicht näher kennengelernt zu haben. Sie machten einen flüchtigen Morgenbesuch. Darauf lud ich den anderen Abend eine musikalische kleine Gesellschaft auf sie ein, unsere 1sten Künstler dabei - Wir warteten - Niemand kam, Niemand sagte ab - ich schickte noch spät in ihr Hotel. Da sagte der Portier, sie wären ausgegangen. Ich fand das nicht ganz freundlich -

Die Nachricht, daß Sie nicht im Sommer durch Dresden kämen ,betrübte mich. Wie gern hätte ich gewollt, daß Sie alle die lieben Plätze wieder gesehen, die die Freundschaft pflegte - selbst unter dunklen Wolken an ihrem Himmel! Sie hätten Bekannte, Henselt - Goethes bei mir gefunden, und ist man kränklich und klopft das Alter an, dann darf man wenig von der Zukunft mehr erwarten. Gräfin Moltke schickte mir ebenfalls ein Telegramm. Sie bleibt stets dieselbe - Wenn ich heute kärger schreibe als mein Herz es wünscht, so denken Sie, es liegen 51 Briefe,die am 28 sten kamen, zur Beantwortung vor mir, darunter Einer vom Großherzog von Weimar. Bald, bald hören Sie wieder von Ihrer Ihnen ewig treu und dankbar ergebenen

Fr.Serre

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