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Brev fra H.C. Andersen til Clara Heinke 30. januar 1875

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Dato: 30. januar 1875
Fra: H.C. Andersen   Til: Clara Heinke
Sprog: tysk.

Kopenhagen 30 Januar 1875

Theure, edle Freundinn!

Wir sind schon am Ende januar und noch habe ich keinen Brief geschrieben. nicht meinen Dank gebracht für das interessante Fotografiebild aus Nürnberg, und die herzliche Grüße zu Weynachen und zum neuen Jahr, und doch bin ich weit wohler als früher aber noch leidend; ich bin diesen Winter so mit Rheumatisme beladen, daß ich nicht hinaus auf die Straße gehen kann, ich muß immer im Wagen fahren wenn ich einei von den Freunden einen Besuch abstatten; meine Hände sind bisweilen som schmerzvoll daß ich kaum die Feder führen kann und dann habe ich gar keine Lust zum Schreiben. Wenn ich nur diesen Winter überstanden habe wird es gewiß besser werden. Sonnenschein muß ich haben und auf die Berge steigen. /

Es ist schon am dritten Winter daß ich krank bin, aber wie viel Schönes und Glückliches habe ich in dieser Krankheit erlebt. Sie wissen: Als die Kinder Amerikas [overstr: hörten daß ich] von meiner Leiden hörten, gleich in der Vermuthung daß ich arm wäre, ihrer Sparbüchsen zerschlug und mir, daß Geld schickten, später, als ich erklärte daß ich gar nicht arm und verlaßen wäre, würde mir eine schöne illustrites Werk über Amerika als Weynachts Geschenk gekauft, es ist noch nicht nach Kpenhagen gekommen, aber ich erwarte es jeden Tag. Und jetzt, ja wie ein Traum kommt es mir vor, Alles was meine Landsleute beinahe das ganze Volk, für mich thun [overstr: wollen] Sie haben gewiß davon in die deutsche Zeitungen gelesen? Augsburg: "Algemeine Zeitung schreibt darüber: "vor einiger Zeit hat sich aus der aristokratischen, gelehrten, artistischen und commerciellen Welt Kopenhagen ein Komité zusammen gesetzt, / um Beiträge zu einem dem Märchendichter H. C. Andersen in den schönen Park Rosenborger Garten in Kopenhagen zu errichtenden Bronze-Monument zu sammeln. Um allen Ständen und auch den Kindern, die den Dichter so viel verdanken die Theilnahme zu verwircklichen, sind die Beträge nur auf 24 Schiling (56 Pfau) angesetzt man rechnet darmit daß die Sammlung binnen drei Monaten geschlossen werden kann, so daß man am 2 April, den 70 Geburtstage des Dichters, im die Mittheilung von dieser Gabe des dänischen Volkes bringen kan!

Sie verstehen, theure Freundinn, wie tief diese herzreiche Verehrung mich ergriff, die Liebe und Theilnahme von allen Leuten in mein theures Vaterland, Alt und Jung haben ihre Theilnahme gezeigt. Ich erlebe kaum die Festlichkeit mit dem Monument, aber ich habe erlebt das Glück zu wissen wie viele Freude, den Verehrung mein Vaterland mir vergönnt! wir verdiene ich das Alles! Gewiß / es ist mir wie ein eitler Traum [overstr: der in Erfüllung geht. Ich habe im Leben selbst gar nichts geleistet] Alles hat der Herr Gott gegeben, er segne und freue mein Vaterland, König und Volk. Es kann Ihnen theure Freundinn gewiß interessiren, die Komité Einladung an allen Dänen zu lesen, und dabei die verschiedenen Nahmen; mehrere von diesen kennen Sie. Schon im ersten Monate sind 5907 Kronen gesammelt. Diesen Brief mit Beilage ist nur für Sie, heute habe ich viel gramatikalische Fehler gemacht, aber Sie finden gewiß die Gedanken heraus. Ich habe immer einen Angst wenn ich nicht in meinen Muttersprache schreiben kann, daß der Brief mit allen ihren grammatikalischen Sünden in eine Autograph-Samlung kommen soll, aber Sie sorgen dafür daß es nicht geschiet. Ich bin undendlich glücklich, Gott, König und Volk innig Dankbar.

Ihr ergebener

H. C. Andersen

[Langs kanten:] Fremden dürfen gar nicht unseren Brief lesen!

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscan 13, 904-07)