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Brev fra Heinrich Zeise til H.C. Andersen 10. maj 1852

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Dato: 10. maj 1852
Fra: Heinrich Zeise   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Altona den 10/5 52

Geschätzter Herr Professor!

Heute erhielt ich als Morgengruß Ihren Brief, den ich sogleich beantworte, damit er noch vor dem 15ten in Ihre Hände komme. Die Partitur wünschte ich, um ganz sicher zu gehn, da ich sie aber nicht erhalten kann, so werde ich mich streng an das VersmaE halten, und sollte dennoch eine kleine Differenz eintreten, so wird diese leicht zu heben sein, - Ich werde mich so eifrig an die Übersetzung machen, daß sie ganz gewiß in den letzten Tagen des Mai Herrn Lorck zukommen sol1. Wegen meiner Übersetzung brauchen Sie keinen Umweg über Altona zu machen; doch soll es mich freuen, wenn ich Sie auf Ihrer Rückreise hier bewillkomm'nen kann. -

Dies Schreiben richte ich mit der Bitte an Sie, mir wenn möglig recht bald, Auskunft über einige, mir unverständliche Worte und Redensarten geben zu wollen, und frage ich zugleich bei Ihnen an, ob Sie mit diesem oder jenem Wort, daß ich gebraucht habe, einverstanden sind etc.

"Hyldemoer" habe ich mit Fliedermütterchen, nicht Fliedermutter, wiedergegeben Havunge mit Meerkind. Muskedonner mit Schilfrohr.

Pag. 13 Graver er saa trist! Rodemester er for betegnende! Kjældermand -! Gräber ist so trist! Wühler ist zu bezeichnend! Kellerbewohner -!? Oldfruen werde ich durch Haushalterin, und nicht durch "Altfrau" wiedergeben. - (Jeg er med, sagde Trunte pag. 50?)2.15 Vær ikke Bager, naar dit Hoved er af Smør! soll ich dies wörtlich übersetzen? Tak, for det smak, sagde Kjærlingen, Schönen Dank, sagte das alte Weib, als es geküßt ward. Det har blæst hart i Nat, Skarnet er fløiet i Høisædet, es wehte stark in der letzten Nacht, der Unrath ist auf den Hochsitz geflogen. "Nu kommer Humlen etc. Das Beste kommt zuletzt. Doch welche Meinung liegt in den Worten "det kriller i Jorden, i Foden! i Øiet! es juckt in der Erde, im Fuß, im Auge? "Og Löfter du gav - "til Natten, til Katten" und Versprechungen gabst du - "doch lange aufgeschoben, ist schlecht aufgehoben. - Hierüber, geschätzter Herr Professor, möchte ich gern "Hyldemoer" betreffend, baldige Auskunft' erhalten. -

Ferner ersuche ich Sie noch mir iiber Einiges in Ihren allerliebsten "Historier", die ich alsdann iibersetzen werde, Auskunft geben zu wollen. In "Aarets Historie" pag. 9 was bedeutet "havde saalænge Fodfæste? pag. 15 men Skovmærken var fremme? Kodriver og Oxedriver heiBen, so viel ich mich erinnere, beide Primeln. Pag. 19 den gule Kidike? pag. 45 Hjalet, ist doch das Gestell, auf welchem die Hühner sitzen? Pag. 60 et Lys i hver Kjæbe paa Maanen? ferner "Luft-Soffiten? In "Der er Forskjel" Fandens Melkebøtter ist doch Leontodon Taraxacum, Lowenzahn. Ich kann wohl sagen "und dann haben sie den häßlichen Namen Butterblumen.

Pag. 41 "idet den skulde veires hen for Vinden," ist hier die Meinung, daß die feinen Samenfederchen, vom Winde gehoben, gelüftet werden sollen? -

Sie sehn, ich nehme Ihre Güte und Ihre Zeit sehr in Anspruch, indem ich Sie um recht baldige Beantwortung der Fragen bitte; Herr Lorck erhält dlas Manuskript ganz bestimmt in den letzten Tagen des Mai. -

Den Herrn Prof. Winther und Holst, bitte ich Sie, mich empfohlen zu wollen, wenn Sie dieselben sehen sollten. 1st Holst augenblicklich in Kopenhagen?

Leben Sie wohl, geschätzter Herr Professor, mit herzlichem Gruß

Ihr ergebener H. Zeise

Tekst fra: H.C. Andersens Hus