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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 16. april 1858

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Dato: 16. april 1858
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Dresden den 16.Apri1 1858

Mein verehrter, theurer Freund!

Längst schon hätte ich wieder geschrieben, wenn es nur möglich gewesen, einen festen Plan über die Zeit meiner Badereise zu machen. Meine Nichte ist so kränklich, welche meine Reisegefährtin sein sollte, daß sie mich in der nächsten Zeit nicht begleiten kann. Albertine von Wolfersdorf reist mit der Madam Helmke nach Carlsbad und die Begleitung der Gräfin Yoldi-Coopmanns kann ich nicht wünschen (aus Gründen, die Sie wohl zwischen den Zeilen lesen) - obgleich sie frei ist - und es ihr Wunsch! So weiß ich nur, daß ich den 24 oder 26sten April nach Maxen übersiedele und dort das Erwachen der Natur genieße.

Wie unendlich freue ich mich auf Ihre Büste! Von Ihnen ¬von Jerichau gearbeitet! Wieder ein Werk eines dänischen Künstlers in meinen Räumen! Sagen Sie se1bst,habe ich nicht Glück und ruht Gottes Segen nicht auf mein Begegnen mit den lieben Dänen? Ich will einen würdigen Platz und passendes Piestal dazu wählen! -

Was Sie zu der Zeit Ihres Kommens sagen, so kennen Sie meinen Grundsatz - &Wie &s mir geschehe, geschehe mir bald',so ist meine Lebensweisheit und Spruch!- Fragen Sie nur nicht an, ob uns angenehm jedemale Beglückung mit Ihnen ist; es ist ja nur ein Zuwachs zu unsrer Freude, und von Genieren kann nicht die Rede sein - Sie kennen ja die Einrichtung! -

Wie haben wir wieder den jungen Andersen lieb gewonnen. Er fühlte sich ganz wie in seiner Familie hier und der Abschied wurde ihm schwer! -Aber ich kann die gütige Aufmerksamkeit und freundlichen Brief des Herrn Collin nicht vergessen! Lange hat mich ein Ereignis nicht so tief und freudig bewegt! -Ich habe ihm geantwortet, wie Sie wohl gehört haben! -

Die Erzählung &Nur Etwas' ist reizend und tief empfunden, doch in der Übersetzung ein nicht dänisch oder nordischer Geist und Stil vorherrschend und daher originell, informatoristisch - wollen Sie sie dem Doktor Kühne für seine Europa geben? Er war wieder bei mir und fragte, was wohl Ihre Absicht sei und bat darum zu fragen! Jenny Lind wird im Mai hier ihr Abschiedskonzert für die Armen geben und dann nach England übersiedeln - sie hat sich im Umgang auf einen ganz kleinen Kreis von Künstlern beschränkt, für alle Anderen war sie unerreichbar! -

Denken Sie, Herr von Lüttichau ist sehr kränklich jetzt und hat um seine Entlassung angesucht. Man hat keine Idee, wer der neue Intendant werden wird. Hätte ich nur die Freude, ein Stück von Ihnen auf der Bühne zu sehen, sollte sich &Mehr wie Perlen und Gold' nicht eignen? Münchner Genze liebt man hier nicht sehr. So ist der Sommernachtstraum von Shakespeare immer leer und wird nur selten gegeben. Was Sie von... [Ende des Briefes]

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