H.C. Andersen-centret ved Syddansk Universitet. Hjemmesiden er en base for forskning, tekster og information om og af H.C. Andersen. Man kan finde materialer om (nøgleordene) eventyr, forfatter, litteratur, børnelitteratur, børnebøger, undervisning, studie, Victor Borge, HC Andersen, H. C. Andersen, liv, værk, tidstavle og biografi, citater, drømme, FAQ, oversættelse, bibliografi, anmeldelser, quiz, børnetegninger, 2005 og manuskripter
The Hans Christian Andersen Center

Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 4. juli 1861

Hop forbi menu og nyheder

Dato: 4. juli 1861
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Juni 1861

... zur Zeit Ihrer Anwesenheit nach Maxen. Es wird ihr Bedürfnis sein, über ihre schriftstellerischen Arbeiten sich mit Ihnen auszusprechen. Serre hofft zum 10. November abermals jetzt ein Jahr, wo das entscheidende Los gezogen wurde - mit der Verteilung der Gewinne abschließen zu können. Jetzt hat ihn viel Ärger ein Prozeß gemacht, den Herr Pappermann, Pflegesohn Tiedges noch dazu, angefangen, daß die Holzschnitte und Kupferstiche vielmehr nur 2 davon keinen ganzen Taler wert wären, da nun ein Kunstgegenstand nur relativen Wert hat - die Künstler ihn vorher abgeschätzt, hofft er wieder wie schon 2 mal, auch zum 3 ten Mal abgewiesen werden. Nur die Verfahrenskasse natürlich trüge den Verlust! -

Unser lieber, treuer Doktor Ziegler ist plötzlich sehr laber und an der Brust leidend - und heute nach Marienbad gegangen. Es gibt keine edlere Natur wie die Seine. Er hat sich bewährt und wir sind sehr in Sorge darüber! -

Von Braunau hoffte ich einen Brief von Ihnen zu erhalten. Wir verlassen Schandau Sonnabend in 8 Tagen und hoffen, den 15 ten wieder in Maxen sein zu können.

Von Serre tausend Grüße Fr. Serre

[Randnotiz:] Wenn das Wetter so kalt und schlecht auch in der Schweiz, so wäre es besser, wir säßen in Maxen in der Efeulaube lesend.

[Fortsetzung des Briefes:]

Henselt kommt mit Frau und Sohn zum 28. Juli auf einige Tage, schreibt er. Es ist auch eine treue ergebene Seele, immer unverändert.

In diesen Tagen erhielt ich von der Baronin Stampe einen Brief. Sie sagt, Jeanina wäre schon den Winter über blaß, abgemagert, oft angegriffen gewesen. Nun wäre eine Brust - und Lungenentzündung dazu gekommen. Sie könne das Fieber und die grenzenlose Mattigkeit nicht verlieren und man müsse sie von einem Bette zum anderen tragen. Sobald sie sich erholt, solle sie nach Pisa in Begleitung eines Arztes - sie scheint keine Ahnung von wirklicher Gefahr zu haben, die doch dazu noch augenscheinlich. Christian steht in Mainz.

Eine große Sorge habe ich jetz. Plötzlich in der Nacht ruft Clementine und Carl sieht, wie ihre Hand gelähmt, der Mund schief gezogen. Obgleich der Arzt es Nervenkrampf nennt - obgleich sie in Teplitz zur Kur und man keine Spur mehr davon sieht, so darf man sich nicht verhehlen, daß Wiederholungen zu fürchten sind. Gott wolle Carl die heißgeliebte Frau, den Kindern die Mutter erhalten. -

Wissen Sie, daß Sie ein sehr schönes, zweckliches Reisemesser und 2 Scheren auf Ihr Los gewonnen! Ds Album ist nach Kopenhagen geschickt und erhält Jeder, der einen Beitrag geliefert. Ihre Erzählung erfreut allgemein! - Ich hoffe, auch Clara Heinke kommt zu kurzem Aufenthalt in Maxen dies Jahr sprechen, ist doch nur ein Scherz - Sie werden doch 4 Wochen mit Ihrem Freunde bleiben. Der lernt dann fließend die Sprache. Sie machen fleißige Exkursion nach der Stadt, wo Fräulein Heinke auf der Galerie malt - und so beglücken Sie Alle, die Sie lieben und schätzen. Also gehe ich auch nach Ems, Ende Juni bin ich zurück und erwarte Sie und Ihren Reisegefährten in Maxen.

Grüßen Sie den liebenswürdigen Namensvetter und Alle, die meiner gedenken sollten. Den 26 ten kommt Graf Moltke hierher und die Gräfin bleibt bis zum Juni in Dresden, wo sie ihre Tante, Gräfin Bussowmorsky aus Petersburg erwartet! -.

Gestern las ich von Sigwald die telegrafische Depesche, daß halb Christiania abgebrannt sei, was Sigwald um seine Schwester sehr beunruhigt. Doch Ende Juni kommt Caroline Dahl hierher, die Erbschaftsangelegenheiten zu ordnen! - Sie wissen, daß von den herrlichen Apfeln kein e Pfropfreiser hier angelangt. Gewiß ist es vergessen worden! -

Gräfin Yoldi-Coopmans hat den Flaschenhals übersetzt und wird dieselbe Ihnen nächstens als Aufmerksamkeit zuschicken. Endlich muß ich wohl schließen!.

Beschütze Sie Gott!

Fr.

Tekst fra: Se tilknyttet bibliografipost