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Brev fra H.C. Andersen til Conrad Rantzau-Breitenburg 26. august 1844

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Dato: 26. august 1844
Fra: H.C. Andersen   Til: Conrad Rantzau-Breitenburg
Sprog: tysk.

Glorup, den 26. August 1844

Euer Exzellenz!

Erst gestern abend erhielt ich Ihren am 20. August geschriebenen Brief. Die große Gnade unserer gesegneten Königin für mich überraschte mich im höchsten Maße. Es ist wohl Euer Exzellenz liebevoller Sinn für mich, dem ich dieselbe wie so vieles andere Gute auf der Welt verdanke. Ihr eigenes Herz bringe Ihnen den ersten Dank dafür. Das Dampfschiff nach Flensburg geht erst am Sonnabendmorgen [dem 31. August] von Svendborg. Damit würde ich also Föhr nicht vor Sonntagabend erreichen können. So lange wage ich es aber nicht aufzuschieben, da ja die Majestäten den Badeort zu Beginn des September verlassen. Da hilft also nichts als iiber Land zu gehen. Die Postkutsche von Kopenhagen geht morgen iiber Odense. Ich will deshalb nach Odense fahren und mir dort einen Platz nach Flensburg nehmen, wo wir wohl übermorgen früh (Mittwoch) eintreffen. Dann werde ich in Flensburg, sofern keine Postkutsche geht, genötigt sein, Extrapost nach Dagebüll zu nehmen. Geht die Fähre dort gleich hinüber, werde ich so schon Mittwochabend auf Föhr sein können; geht sie nicht, so muß ich übernachten und bin am Donnerstag, den 29., auf Föhr. Schneller ist es nicht moglich. Es sind 29 Meilen von Glorup. Wollen Euer Exzellenz bitte Ihre Majestät unterrichten, wie sehr ich eile, ihren Befehl zu erfüllen, daß ich innig bewegt über ihre königliche Gnade bin und daS es der innigste Wunsch meines Herzens ist, ihr und dem König mein ganzes Leben lang meine tiefste Treue zu erweisen. Ja, Euer Exzellenz werden es gewiß sagen, wie gut ich es im Herzen meine. Möchte ich doch nun bloß den Majestäten gefallen und möchten sie mir allezeit gnädigbleiben. Sobald ich nach Föhr komme, wende ich mich an Euer Exzellenz, denn ich bin dort vollig fremd, wie ich auch in allem Euer Exzellenz um ihre Anleitung bitte, wie ich mich zu verhalten habe, wie lange ich bleiben soll, und einen jeden anderen mir förderlichen Wink. ... Ich freue mich im übrigen von Herzen über diesen unerwarteten Zufall, der mich in Ihre Nähe bringt. Dank und nochmals Dank, bis wir uns treffen.

Ihr von Herzen dankbarer

H.C.Andersen

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