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Brev fra H.C. Andersen til Ludolph Schley 1828

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Dato: 1828
Fra: H.C. Andersen   Til: Ludolph Schley
Sprog: tysk.

[Ikke HCAs håndskrift, men Schleys egen!]

Nun wohlan es muss geschehen

Aber Gott! Wie soll es gehen?

Lieber Schley - mir klopft das Herz,

Denn was ich vorhabh' ist kein Scherz

Probieren ist keine Kunst sagt ein altes Sprichwort; nun ich will dann heute die große Probe machen und nicht länger auf dän'schen Strumpfen, sondern auf deutschen hohen Kothurnen spazieren gehen, die ? hat mit mir gesprochen und wollte als treuer Waffen- kunden mir einen Fingerzeug geben, wenn ich schwindelnd schreibe. Est ist das erste Mahl, daß ich zwey deutsche Wörte zusammenschreibe, darum muß der Herr Gott mir die vielen grammatikalischen Sünden verzeihen. - Ich fühle mich ganz wie im Schnürbrust, und kann daher nicht wie gewöhnlich fortschnackken. Mein erster Gedanke war, ich wollte so - sub rosa - Etwas aus einem Buche in einem Roman erschaffen, aber ich habe von Siegwart eine Klostergeschichte und dort ist Alles über die Liebe, und und da ich jetzt keine Geliebte habe, so kann ich das ganze Buch nicht brauchen. Jean Paul spricht; dass der Dichter wie sein Musen-Vater ein eweiger Jüngling ist, und ist dass, was andere Menschen wie Einmal sind, nahmlich verliebt, den ganzen Tag, und das ganze Leben hindruch; Aber est ist nicht so mit mir, ich bin niemals verliebt, als, wie meine Freunde sagen - in meinen eigenen Gedichte. - Der Dichter Herz hat zwei Schauspiele herausgegeben Gregor VII / und Don Juan. Oehlenschläger ist mit seinem Rolf Krage fertig. Ich lebe wie ein Einsiedler, meine Freunde sind auf dem Lande, Ørsted ist sogar in Norwegen diesen Sommer, immer bleib' ich zu Hause, und bin nur zweymal bey Wulfens gewesen. Ich wohne in mein altes Logi, als ich das kleine Zimmer sehr originell finde ganz als Sitz für ein Märchen-Prinz geschaffen, meine Freunde lachen über die Sternen-Wohnung, aber ich denke wie Hoffman, was thuth die niedrige Stubendenke?

Die Phantasie fliegt empor und baut sich ein hohes luftiges Gewölbe, bis in den blauen glänzenden Himmel hinein. Mein Fußreise nach Amager ruht in diesem Augenblick, ich habe darin sehr die Rupfanten verthieft mann nennt sie mein Arbemus? Aber ich habe das Publikum gefragt, es wäre Tollheit, Arbemus hat drey Köpfe und vier Füsse, ein Rumpfant gewöhnlich, keinen Kopf und immer nicht mehr als zwei Füsse - Aber ich muss ein Ende machen, es ist ein geistigen Breif, richten Sie darum mir o sancta simplicitas über mich. Grüssen Sie das kleine susse Fräulein - ja Sie verstehen mich wohl, ich meine das Original Ihres Gedichtes: Begegnung. Ich schreibe den Hochzeits? Leben Sie wohl H. C. Andersen

[Udskrift, med HCAs håndskrift:] An Hrrn Consulats Secretair Ludolph Schley in Libau

par bonté.

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscanning 12, 113-15)