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Brev fra H.C. Andersen til Clara Heinke 1. januar 1865

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Dato: 1. januar 1865
Fra: H.C. Andersen   Til: Clara Heinke
Sprog: tysk.

Theure Freundinn!

[overstr: Der Fried ist geschlossen]

Sind Sie noch am Leben, sind Sie gesund und glücklich, daß möchte ich wissen, daran habe ich oft gedacht in diesen letzten, für mein Vaterland, und denn auch für mich [overstr. schwieriges] in diesen letzten langen, schweres Jahr. Sie haben herzlich an mich gedacht, ich weiß es, ich bin daran übergezeugt, so wie ich glaube Sie haben mein starke Vaterlands Gefühl geachtet; nicht an Sie, nicht an die edle gute Frau Serre konnte ich nach meinen Gefühl und Gewissen schreiben, die beiden, die einzigsten ins Deutschland, die ich so sehr verehre, es war mir ein bittres Leiden aber so viel von daß Bedste! und war i Lieb Gotte zu Hause habe ich verloren mussen. Aber darüber jetzt kein Wort, ich fühle mich eben wie von Krankenlager aufgestanden, Freude klingt es in die / Stube. Jetzt kan ich wieder schreiben und nach [overstr: ein lan] den langen, bitteren Jahren, fliegen jetzt die zwei ersten Briefe hinaus, an Sie und Frau Serre! Vom Herzen danke ich beide für ihre schwesterlige Gesinnung für mich, für jeden herzlichen Wort! sie haben gesprochen und geschrieben in Zuneigung für den Dichter.

Ich bin mehr als einen Jahr nicht aus Seeland gewesen, den meisten Zeit diesen Sommer habe ich in Kopenhagen zugebracht, gar nichts habe ich geschrieben, ich konnte nicht, wer konnte, aber mit dem neuen Jahr kommen vielleicht bessere Tagen zur dichterische Schöpfung, wenn auch nicht diese Kraft es mir jetzt ist gebrochen. Früher am Weinachten dachte ich immer an das Hinausfliegen im Neujahr, aber es / ist mir als hatte ich jezt gelebt [overstr: hatte] kein Zukunft und Leben und Bluhen war im Erwarten. Künftiges Jahr bin ich 60 Jahren, vieles Schönes und Herlichs hat mich der Hr Gott mich vergönnt ich kann und muß jetzt zufrieden seyn. Ich danke die liebe Freunde der mich im Freude und Leide ehrlich gedacht haben. Gott segne und freue Sie meine edle Freundinn, die ich nie betrüben konnte, ohne selbst bitterlich dabei zu leiden. Grüßen Sie die Frau Mama und die Schwester. Ein schönes Weinach ein glückliches Neujahr

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscan 13, 914-16)