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Brev fra H.C. Andersen til Eduard Vieweg 20. juli 1844

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Dato: 20. juli 1844
Fra: H.C. Andersen   Til: Eduard Vieweg
Sprog: tysk.

Maxen bey Dresden 20 Juli 1844.

Lieber Hr Vieweg!

Meine innigste und herzligste Dank für die Freundlichkeit und Güte die ich bei Ihnen und Ihrer liebenswürdigen Gemalinn empfangen habe; bringen Sie doch ein Strauß von Grüßen an die ganze Familie im Gartenhaus, aber vergessen Sie auch nicht dem Herrn De Marées und seiner guten herzlichen Frau. Ich fühle mich so wohl auf dieser Reise, habe so viele gute und herliche Leute getroffen, so viel Sonnenschein in Herzen hinein geschuft, das ich bald ein Sonnen-Märchen schreiben muß. In Weimar wohnte ich acht Tage im Hause beym Kammerherre von Beailleiu, verlebte schöne Stunden mit den besten und interesantesten leuten der Stadt. Der Großherzog und Großherzoginn waren beyde so gnädig und herzlich gegen mich; der junge Erbherzog sprach mich doch am innigsten an, er selbst führte mich im Garten herum, wir laßen beyde des / Abends, und er druckte mein Hand so innig und treu; oh, ich habe ihn sehr liebe! Auch in Dresden habe ich Freunde und Herzens Güte gefunden, immer bin ich in Familien, und die letzte Tage bei Major von Serre auf das schöne Gut in Maxen, wo man Alles thut mir das Leben diese kurze Tage zu verschönern; Montag reise ich fort, üeber Leipzig und Berlin.

Doch zu unsere Geschäfte, Sie wollten, daß ich meines Portraits wegen mit dem Herrn Vogel sprechen sollte ich bin da gewesen, aber Vogel ist noch in Italien; doch bringe ich Ihnen ein Bild von mir, ein schönes, geniales Bild, der juge Edelman von Ramberg, aus Wien hat hier auf Maxen mein Portrait gezeignet für die Ausgabe der Improvisator, es ist sehr gelungen, und daß schönste Bild von mir, ich habe das Bild beym Ihm liegen laßen, da es ambesten in Dresden auf Stein gezeichnet werden können; ambesten würde es bei Herr Hofrath Hanfstaengel in Dresten auf Stein gezeichnet und gedruckt. Der Preis für das Zeichnen auf Stein ist ungefähr 45 bis 50 Thaler, und 4 a 5 Ngß für / den Abdruck auf chinesischen Papier, oder ungefähr 16 Thaler für das Hundert. Wurde das Format des Papiers kleiner als ein ganzes Bogen, so würde das, natürlich den Preis sehr verringern. Auf den ausgezeichnesten und treuesten Ausführung kann man sich bei Herrn Hanfstängel ganz verlassen.

Schreiben Sie an Herrn Ramberg, der mir zu Geschenck sein Zeignung gegeben hat, und sorgen Sie dafür es kommt heraus, die Adresse Herrn Ramberg ist diese

Arthur von Ramberg. Dresden Altmarkt. no 19.

Ich wünschte daß kam bald heraus, und ich meine Sie konnte es erst auf ein Blatt herausgeben, und dannnachher, die späteren Abdrucke in der Improvisator hineinheften lassen (Mehreere Exemplare können Sie nach Kopenhagen und Stockholm schicken, die werden gekauft werden). Ich bitte die gnädige Fraun und auch den Herrn De Marées sich darann zu erinnern, daß es gleich arangirt wird, so ich in October schon ein Par Exemplare / bringen können. Vergessen Sie nicht den Bazar für der König und vergessen Sie nicht den Dichter, Ihre wahre, ergebener Freund.

H.C. Andersen

N.S.

Briefe, bis den 2ten August, gehen nach Berlin post restante

Tekst fra: Solveig Brunholm