H.C. Andersen-centret ved Syddansk Universitet. Hjemmesiden er en base for forskning, tekster og information om og af H.C. Andersen. Man kan finde materialer om (nøgleordene) eventyr, forfatter, litteratur, børnelitteratur, børnebøger, undervisning, studie, Victor Borge, HC Andersen, H. C. Andersen, liv, værk, tidstavle og biografi, citater, drømme, FAQ, oversættelse, bibliografi, anmeldelser, quiz, børnetegninger, 2005 og manuskripter
The Hans Christian Andersen Center

Brev fra Gustav Adolf Amberger til H.C. Andersen 12. januar 1863

Hop forbi menu og nyheder

Dato: 12. januar 1863
Fra: Gustav Adolf Amberger   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

[...] 1860 im April verkaufte ich an den Grossherzog von Weimar das schönste Bild (Portrait) unseres ewigen unvergesslichen Dichters Schiller; dich hochverehrte ejtzt noch lebende Tochter desselben Frau von Gleichen Russwur anerkannte dasselbe, als das schönste Bild ihres sel. Vaters was existiere. - Liszt in Weimar unterhandelte mit mir, ich soll eienen Preiss dafür abgeben, ich erklärte dannn auf's bestimmteste, für dieses Bild machte ich nie einen Preiss, ich sei kein Handelsmann u. würde auf das erste Gebot seitens des Grossherzogs eingehen, ich sagte ferner Liszt, mir sei 2000 fr dafür geboten (was die Frau von Gleichen auch vor meiner Ankuft in Weimer an den Grossherzog geschreiben hatte). Herr Finanzrath Vent bot mir dann 200 Thaler oder 1300 fr. die ich wohl hätte gut anwenden können, allein ich gab das Bild, da ich ich glücklich fühlte, dasselbe am würdigsten Platz im Schillerhaus für alle Zukunft zu wissen. - Liszt sagte mir dann, der Grossherzog habe ihm bemerkt, er würde mir ein Bild bestellen da ich sien Gebot sogleich aaceptiert habe, ich erwiederte Liszt, ich würde mich dadurch sehr glücklich fühlen, indem ich auf meinen Verdienst angewiesen u. kein Vermögen besitz, u. mit diesem Trost verlies ich Weimar. - Nun vor kurzem sendete ich an den Grossherzog einen Farbendruck meines Basler Todtentanzes als Geschenk um mich sr. Königl. Hoheit wieder ins Gedächtnis zu rufen, er liess mir aber das Bild wieder zurückschicken, mit dem Bemerken, er habe dasselbe nicht bestellt. Wie unglücklich und traurig ich mich über diesen Vorfall befinde kann ich Ihnen gar nicht sagen, da dies Blatt unter Künstlern und Fürsten Anerkennung gefunden hat u. gerade dieser Mann der mich persönlich kennt und dem ich gewiss nicht wissentlich Anlass zu irgend etwas gab was in zu solch einer Handlung gegen mich veranlassen könnte. - Ich bitte Sie nun, als Freund, diesen ganzen Passus abzuschreiben über das Schillerbild etc. u. ihn gütigst zu fragen, warum er mich auf eine so schmerzliche Weise hätte betroffen. Sie dürfen dies wohl thun, da, wie Sie mir ja erzählt, mit ihm auf einem so vertrauten Fusse stehen, - mich würde es sehr beruhigen, wenn der Grossherzog erfahren würde, dass ich keine Schildkröten-Natur habe!! - Sie wissen und können sich davon überzeugen, dass ich zu Gegendiensten der Freundschaft stets bereit bin. [...]

Tekst fra: Se tilknyttet bibliografipost