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Brev fra H.C. Andersen til Conrad Rantzau-Breitenburg 21. februar 1843

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Dato: 21. februar 1843
Fra: H.C. Andersen   Til: Conrad Rantzau-Breitenburg
Sprog: tysk.

Euer Exzellenz

Hamburg, den 21. Februar 1843

empfange meinen herzlichsten, innigen Dank fur die gemudiche Heimstatt, die Sie mir auf dem lieben Breitenburg gegönnt haben! Falls ich in der andern Welt dahin gelange, ein Gut zu besitzen, werde ich mich revanchieren, in dieser Welt kann ich es nicht! - Wie ein schöner Traum liegen die vierzehn Tage hinter mir! - Bringen Sie Ihrer gnädigen Frau Schwester meine &ergebenen GruBe! Für Euer Exzellenz selbst habe ich vom Haus des Grafen Holck einen ganzen Strauß Grüße.

Die Reise hierher war nicht die angenehmste, ich kam in einen Beiwagen, aber diesen, sagte (Postmeister) Krogh mir, würde ich ganz allein erhalten, aber kaum war ich beim Einsteigen, als mich einer der Herren, die zur Haupt-Postkutsche gehörten, bat, mit mir fahren zu dürfen, da er sonst rückwarts fahren müsse; im 1ieß ihn P1atz nehmen; nun kam der Kondukteur und bat einsteigen zu durfen, da es draußen so kalt sei; so hatte ich den ganzen Wagen voll, und letzterer stieß beim Einsteigen seinen Ellbogen durch das Fenster, so daB das Glas herausfiel und der Wind den ganzen Weg direkt in den Wagen hinein blies; es stürmte und schneite, der Weg war indessen recht gut, und schon um 8 Uhr war ich in Hamburg, wo ich von Holcks auf das herzlichste empfangen wurde. Der Graf fuhr spater mit mir zu (dem dänischen Generalkonsul) Bille und um meine Geldsachen zu regeln; abends waren wir im Theater, aber ich genoß es nicht sonderlich, fühlte Fieber im Blut und große Mattigkeit; heute nacht habe ich außerordentlich gut geschlafen und fühle mich sehr gestarkt, aber das Wetter ist schlecht, und hier ist ein Matsch auf den Straßen, ein Nebel und eine Kälte, die hochst fatal sind. ... Ich bin entschlossen, morgen nach Harburg zu gehen und von dort aus in der Nacht nach Bremen zu fahren. Wenn im nach Paris komme, werde ich mir erlauben, Euer Exzellenz zu schreiben. ... Leben Sie wohl!

Ihr dankbarer, ergebener H. C. Andersen

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