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Brev fra H.C. Andersen til Carl Alexander 26. oktober 1844

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Dato: 26. oktober 1844
Fra: H.C. Andersen   Til: Carl Alexander
Sprog: tysk.

3 Andersen an Carl Alexander

Kjöbenhavn 26 October 1844.

Mein edler Erbgroßherzog! Eure Hoheit können es glauben, daß ich froh und glücklich war bei dem Empfang Eures innigen, liebevollen Briefs; es war mir als standen wir einander wieder gegenüber wie auf Ettersburg die letzten für mich schmerzlich süßen Augenblicke beim Abschied. Sie drückten meine Hand und sagten, Sie wären mir freundlich und gut. Eure Hoheit haben in mir eine Dichterseele, ein Menschen Herz mehr gewonnen. Eeur Brief liegt jetzt zwischen Erinnerungen die meinem Herzen theuer sind. Meinen innigen Danck für die Güte für mein Drama: der Mulatte; jetzt habe ich selbst ein Exempler erhalten und gelesen, aber leider, alle meine Blumen sind versteinigt, die Duft ist hin, ja, an mehreren Stellen traf ich dürren Boden statt meiner sammetgrünen Matten. Ach wie verändert! und doch hat der Uebersetzer Zeit und Fleiß daran verwändet, aber es ist nicht die meinige Dichtung. Das Sujet habe ich nach einer Erzählung: les epaves, aber die metrische Form, die lyrische Drapperie, so frisch und reich, wie ich diese ausgestattet habe, verwandelte die Dichtung so, daß ich diese als die meinige nennen konnte; jetzt - ja, da gucken die Bretter hervor, das Nowellen-Gerippe bleibt gar zu sichtbar. Auf unserer Kopenhagener Bühne kommt bald ein neues Original Drama von mir, es ist ein Märchen: "Die Glücks Blume;" einen neuen Roman habe ich unter die Feder, und als Stafage für diesen kommen die Inseln in der Nordsee, wo ich war in August und September, auch Kopenhagen, und als ein sommerleuchtendes Märchen spielt ein Kapitel auf Ettersburg; die Lind wird seine Blumen-Duft ueber das ganze spenden, hoffe ich. Dieser letzte Sommer hat nicht wenigen Saamenkörner in meine Brust gesäet. Der Aufenthalt auf dem Insel Föhr, bei den Majestäten hatte etwas schönes Eigenthümliches; die Inseln sind / ganz merkwürdig, ich habe seltene Bilder da in meinem Gedanken aufgefangen. Der König und die Königinn sind beyde persönlich so liebenswürdig, daß sie, von allen Menschen gekannt, auch Allen in der Welt geliebt werden müßten. Zwei kleine Seefahrten nach den umherliegenden Inseln, haben mir sehr angesprochen; die größte, welche auch die Königinn und die Damen mitmachten, ging nach die "Halligen", diesen kleinen, grünen Flecken, in dem wüthenden Meer; für (soll heißen: vor) zwei Jahrhunderte, war hier noch Alles festes Land; da kamen die Wellen, und nur diese grünen Inseln sind als Reste geblieben; am größten ist "Oland", in Areal ongefähr wie der Gottesacker mit der Fürstengruft bei Weimar. Hier liegt eine Kirche und ein Dorf von zehn bis zwölf Häusern, die wie Menschen in der Noth sich fest an einanderschließen, Alle aus Steinen, auf Balcken fest gebaut, und inwendig wie eine Kajüte. Die ganze Insel giebt nur ärmliches, salziges Gras; nur Schaafe weiden da, und diese werden, wenn die Wellen steigen, in die Dachstube hineingetrieben. Kein Baum, keine Busch war zu sehen; eine kleine Hecke, die einzige auf der ganzen Insel hatten die ehrlichen Leute, nur Frauen, - die Männer waren auf der See nach Grönland und Holland - für die Königinn abgeschnitten und ueber eine kleine Sumpf-Rinne gelegt, damit Sie auf etwas Trocknem gehen konnte. Die junge Mädchen da waren wunderschön, wie Meerweiber, und Alle geputzt mit rothen Fe(z)en, wie die Griechen, und silbernen Knospen auf die Jacken. In der Sturmfluth stehen die Häuser mitten im tobenden Meer, und große Schiffen verunglücken auf die Dachern; das Leben da ist wie ein Meer-Märchen, wie es geträumt werden kann in dem offnen Kahn auf die Wellen der Nordsee. Die zweite Fahrt für mich, eine Jagdfahrt, war nach der Insel "Amrum"; ein Schiff, auf welchem zwei Kaninchen waren, ist für (soll heißen: vor) mehreren Jahren hier verunglückt; von diesen Adam- und Eva-Kaninchen, stammt jetzt ein ganzes Geschlecht. Jede zwölfte Stunde ist Ebbe, da geht die See meileweit hinaus, und zwischen den Inseln, wo bei der Fluth, die gro(en Schiffe segeln, fahren in der Ebbe die Leute, aber kommt eine Springfluth, da werden Wagen, Pferden und Menschen weggespült. Vom Schiffe sahen wir vier Wagen ueber das Sand nach der Insel hinfahren, es war wie eine fata morgana, die Räder / gingen wie über das stille Wasserspiegel. Die Sonne warf ihre Strahlen auf die Dünen, d.h. Sandgebirge, die standen alle da in Form und Farbe wie die Alpen; in die Dünen dachte ich an die Wüste Afrikas, der Character musz verwant sein; wie Pyramiden und Grabhügeln standen die Sandgebirge, die Sonne brennte; häsliche große Kröten, die nicht springen konnten, aber nur gehen, groß wie Kücklein und mit grauen, garstigen Wartzen, lagen stille und drehten ihre Köpfe, schaueten uns an und knurrten, wenn wir sie mit die Füßen anrührten. Die Wanderung war wie durch die Asche des Wesuws; endlich standen wir auf einen der höchsten Sandhügeln, spitz wie eine Kegel, und zerbröckelnd unter unsern Füßen; das Meer deehnte sich aus vor uns, die weite, klare Nordsee; es war Ebbe, die See weggelaufen bis auf zwei Meile; die Schiffe, große und kleinen, die gar zu nahe an die Küsten gegangen waren, lagen auf der Seiten als todte Fische und warteten auf die Fluth. Die Matrosen gingen daraußen ein Feuer war gemacht, die Rauchsäule stand in der Höhe, wie die des Moses in der Wüste; in weiten Ferne standen zwei große Balken-Thürmer, für die Schiffbrüchigen gebaut, ein Eimer mit Wasser und ein Korb mit Zwieback und Brantwein daroben aufgehengt; in mehreren Tagen können da die Verunglückten hier, zwischen Wolcken und Wellen, das Leben fristen, bis die Leute aus die Inseln Rettung bringen können.

Aus Föhr ging ich, wie mein letzter Brief erzählte, nach Augustenburg auf der freundlichen Insel Als

in der Ostsee; die Insel ist ein Obstgarten, das Schloß liegt mitten im Walde, die Blumen-Rabatten werden bespült von den Wellen der Ostsee, [unl.] einen Arm tief in den Wald und den Garten hineinschlingt. Es war bei der liebenswerdigen herzoglichen Familie so heimisch, so gut; ich verweilte da achtzehn Tage; auf dem Geburtstage der Herzoginn war Wettrennen und des Abends Ball. Die Liedertafel kam mit Gesang und Fakkeln; den zweiten Tag des Wettrennen durchfuhren wir die schöne Insel, am Meere, im Walde, und auf den grünen Hügeln, wo die Horizont dehnte sich nach Angeln, Fühnen und die offene Ostsee! bei dem großen Tafel wurde ich sehr beehrt: der Herzog brachte den Toast aus für mich als dänischen Dichter, und als Gast; ja, ich erkannte und fühlte da und täglich so viele und feine Züge von Gute und fürstlichen Gnade. Der älteste Prinz, Friederich, schrieb an mich ein schönes herzliches Gedicht, / - O, mann wird gut und weich bei der Liebe der Menschen. Die Seereise zurück nach Kopenhagen, war sehr stürmisch, aber ich fühlte mich gar nicht krank, fro und heiter schauete ich in die Wellen.

Jetz bin ich wieder, wie gesagt, in Kopenhagen, arbeite an den neuen Roman und lebe in Errinnerungen des schönen Sommers, ich denke an die ich liebe, und dann wissen Sie mein edler Erbgroßherzog, wie oft Sie und Ihre Heimath in meinen Gedanken leben. Auf Föhr erzählte ich dem König und der Königinn, wie gütig Sie und das Haus Weimar mir gewesen waren; jetz beim Audienz in Kopenhagen konnte ich meine Freude ueber Ihren Brief nicht verbergen, und die Majestäten nahmen freundlich Theil an meinem Entzücken. Ich wünsche daß ein schöner Traum Ihnen sagen konnte, welch erliches Herz für Euch klopft, wie edel und gut Sie und Ihre liebenswerdige Gemahlinn, die gnädigen milden Eltern in meinem Herzen stehen; bringen Sie mir in Allen Erinnerung.

Die Zeitungen haben mir das schöne Neue erzählt: auf Ettersburg klopft ein neues Herz - ein - wie der Dichter sagt - "eine Knospe neben der Rose" - ich wünsche dem Kinde, wenn es älter wird, so treue Seelen, die sich so innig im anschließen wie seinem Vater Eure Hoheit treu ergebener H.C. Andersen.

Tekst fra: Ivy York Möller-Christensen

[Kladde, Topsøe tilskrift: 26/10 1844].

Mein edler Erbgroßherzog!

Eure Hoheit können es glauben, daß ich froh und glücklich war bei dem Empfang Eures [overstr: gesegneten] innigen, liebevollen Briefs; es war [overstr: mich] mir als standen wir einander wieder gegenüber wie auf Ettersburg die letzten für mich schmerzlich süßen Augenblicke beym Abschied. Sie drückten meine Hand und sagten, Sie wären mir freundlich und gut. Eure Hoheit haben in mir eine Dichterseele, ein Menschen Herz mehr gewonnen. Euer Brief liegt jetzt zwischen Erinnerungen, die meinem Herzen theuer sind. Meinen innigen Danck für die [overstr: gnädige Interesse] Güte für mein Drama: der Mulatte; jetzt habe ich selbst ein Exempler erhalten und gelesen, aber leider [overstr: disse], alle meine Blumen sind versteinigt, die Duft ist hin, ja, [overstr: auf] an mehreren Stellen traf ich dürren Boden statt meiner sammeter grünen Matten. Ach wie verändert! und doch hat der Uebersetzer Zeit und Fleiß daran verwändet, aber es ist [overstr: doch] nicht die meinige Dichtung. Das Sujet habe ich nach einer Erzählung: les epaves, aber die metrische Form, die lyrische Drapperie, so frisch und reich, wie ich diese ausgestattet habe, verwandelte die Dichtung so, daß ich diese als die meinige nennen konnte; jetzt - ja, da gucken die Bretter hervor, das Nowellen-Gerippe bleibt gar zu sichtbar. Auf unsern copenhagener Bühne kommt bald ein neues Original-Drama von [overstr: mich] mir, es ist ein Märchen: die Glücksblume; einen neuen Roman habe ich unter die Feder, und als Stafage für diesen, kommen die Inseln in der Nordsee, [overstr: auch Kopenha] wo ich war in August und September, auch Kopenhagen, und als ein sommerleuchtendes Märchen spielt ein Kapitel [overstr: im Hofe] auf Ettersburg; die Linde wird seine Blumen-Duft ueber das ganze spenden, hoffe ich. Dieser letzte Sommer hat nicht wenigen Saamenkörner in meine Brust gesäet. [Overstr: Daß] Der Aufenthalt auf dem Insel Föhr, bei den Majestäten hatte etwas schönes Eigenthümliches; die Inseln sind ganz [overstr: eigenth] merkwürdig, ich habe [hübschen seltsame] seltene Bilder da in [overstra: die Gedanke] meinem Gedanken aufgefangen. / Der König und die Königinn sind beyde persönlich so liebenswürdig, daß sie, gekannt von allen von allen Menschen, auch von Allen in der Welt geliebt werden müßten. Zwei kleine Seefahrten nach den umherliegenden Inseln, haben mir sehr angesprochen; die größte, [overstr: war nach die Halligen] welche auch die Königinn und die Damen mitmachten, ging nach die "Halligen", diesen kleinen [overstr: ebenen Insen mit], grünen Flecken, in dem wüthenden Meer; für (soll heißen: vor) zwei Jahrhunderte, war hier noch Alles [overstr: Fastland] festes Land; da kamen die Wellen, und nur diese grünen Inseln sind als Reste geblieben; am größten ist Oland, in Areal ongefähr [overstr: wie der groß] wie der Gottesacker mit der Fürstengruft bei Weimar. Hier liegt eine Kirche und ein Dorf [overstr: aber] von zehn bis zwölf Häusern, die wie Menschen in der Noth [overstr: schliessen] sich fest an einander [tilføjet:] schließen, Alle [overstr: fest gebaut] aus Steinen, [overstr: steht] auf Balcken fest gebaut, und inwendig wie eine [overstr: Kahytte] Kajüte. Die ganze Insel [overstr: hat] giebt nur ärmliches, salziges Gras; nur Schaafe weiden da, und [overstr: wenn die Wellen steigen] diese werden, wenn die Wellen steigen, in die Dachstube hineingetrieben. Kein Baum, keine Busch war zu sehen; eine kleine Hecke, die einzige auf der ganzen Insel hatten die ehrlichen Leute, nur Frauen, - die Männer waren auf der See nach Grönland und Holland - für die Königinn abgeschnitten und ueber eine kleine Sumpf-Rinne gelegt, [overstr: daß sie] damit Sie auf etwas Trocknem gehen konnte. [Overstr: Die Witwen und junge Mädchen kam uns entgegen] Die junge Mädchen da [overstr: sind] waren wunderschön, wie Meerweiber, und alle geputzt mit rothen Feß’en, wie die Griechen, und silbernen Knospen auf die Jacken. In der Sturmfluth stehen die Häuser mitten im tobenden Meer, und große Schiffen verunglücken auf die Dachern; das Leben da ist wie ein Meer-Märchen, wie es geträumt werden kann in dem offnen Kahn auf die Wellen der Nordsee .- Die zweite Fahrt für mich, eine Jagdfahrt, war nach der Insel Amrum; ein Schiff, auf welchem waren zwei Kaninchen, ist für (soll heißen: vor) mehreren Jahren hier [overstr: gestrandet] verunglückt; von diesen Adam- und Eva-Kaninchen, stammt jetzt ein ganzes Geschlecht. /[overstr: jeder zwolfte Stunde Fluß] Jede zwölfte Stunde ist Ebbe, da geht die See meileweit hinaus, und zwischen den Inseln, wo [overstr: beim Fluß] bei der Fluth, die großen Schiffe segeln, [overstr: fahren im Ebbezeit den Leute] fahren in der Ebbe [overstr: auf Wagen] die Leute, aber kommt eine Springfluth, da werden Wagen, Pferden und Menschen weggespült. Vom Schiffe sahen wir vier Wagen ueber das Sand nach der Insel hinfahren, es war wie eine fata morgana, die Räder gingen wie über das stille Wasserspiegel. Die Sonne warf ihre Strahlen auf die Dünen, d.h. Sandgebirge, die standen alle da in Form und Farbe wie die Alpen; in die Dünen dachte ich an die Wüste Africas, der Character muß verwandt sein; wie Pyramiden und Grabhügeln standen die Sandgebirge, die Sonne brennt; häsliche große Kröten, die nicht springen konnten, aber nur gehen, groß wie Kücklein und mit grauen, garstigen Wartzen, lagen stille und drehten ihre Köpfe, schaueten uns an und knurrten, wenn wir sie mit die Füßen anrührten. - Die Wanderung war wie durch die Asche des Wesuws; endlich standen wir auf einen der höchsten Sandhügeln, spitz wie eine Kegel, und zerbröckelnd unter unsern Füßen; das Meer deehnte sich aus [overstr: für] vor uns, die weite, klare Nordsee; es war Ebbe, die See weggelaufen bis auf zwei Meilen; [overstr: und] die Schiffe, große und kleinen, die gar zu nahe an die Küsten gegangen waren, lagen auf der Seiten als todte Fische und warteten auf die Fluth. Die Matrosen gingen daraußen, ein Feuer war gemacht, die Rauchsäule stand in der Höhe, wie die des Moses in der Wüste; in weiter Ferne standen zwei große Balken-Thürmer, für die Schiffbrüchigen gebaut, ein Eimer mit Wasser und ein Korb mit Zwieback und Brantwein daroben aufgehengt; in mehreren Tagen können da [oversr: Schiffbrückigen] die [overstr: strandet] Verunglückten hier, zwischen Wolcken und Wellen, das Leben fristen, bis die Leute aus die Inseln Rettung bringen können. Aus Föhr ging ich, wie mein letzter Brief erzählte, nach Augustenburg auf der freundlichen Insel Als in der Ostsee; die Insel ist ein Obstgarten, das Schloß liegt mitten im Walde, / die Blumen-Rabatten werden bespült von den Wellen der Ostsee, [med anden skrift: Copie] [overstr: schlingt] einen Arm [overstr: wie einen Fluß] tief in den Wald und den Garten hinein [tilføjet:] schlingt. Es war bei der liebenswerdigen herzoglichen Familie so [overstr: heimlich] heimisch, so gut; ich verweilte da achtzehn Tage; auf dem Geburtstage der Herzoginn [overstr: war kam die Liedertaffel mit Fakkeln und Gesang; des Abends] war Wettrennen und des Abends Ball. Die Liedertafel kam mit Gesang und Fakkeln; den zweiten Tag des Wettrennen durchfuhren wir die schöne Insel [overstr: herum], am Meere, im Walde, und auf den grünen Hügeln, wo die Horizont dehnte sich nach Angeln, Fühnen und die offene Ostsee! bei dem großen Tafel wurde ich sehr beehrt: der Herzog brachte [overstr: vor meine Gastheit] den Toast aus für mich als dänischen Dichter, und als Gast; ja, ich erkannte und fühlte da und täglich so viele und feine Züge von Gute und fürstlichen Gnade. Der älteste Prinz schrieb an mich ein schönes herzliches Gedicht, / - O, mann wird gut und weich bei der Liebe der Menschen. - Die Seereise zurück nach Kopenhagen, war sehr stürmisch, aber ich fühlte mich gar nicht krank, [overstr: und] froh und heiter schauete ich in die Wellen des stürmischen Wassers. . Jetz bin ich, wie gesagt, wieder in Kopenhagen, [overstr: schreibe auf] arbeite an den neuen Roman und lebe in Errinnerungen des schönen Sommers, ich denke an die ich liebe, und dann wissen Sie mein edler Erbgroßherzog, wie oft Sie und Ihre Heimath in meinen Gedanken leben. Auf Föhr erzählte ich dem König und der Königinn, wie gütig Sie und das Haus Weimar mir gewesen waren; jetz beim Audienz in Kopenhagen konnte ich meine Freude ueber Ihren Brief nicht verbergen, und die Majestäten nahmen freundlich Theil an meinem Entzücken. Ich wünsche daß ein schöner Traum Ihnen sagen konnte, welch erliches Herz für Euch klopft, wie edel und gut Sie und Ihre liebenswerdige Frau, die gnädigen milden Eltern [overstr: stehen] in meinem Herzen [tilføjet:] stehen; bringen Sie mir in Aller Erinnerung. Die Zeitungen haben mir das schöne Neue erzählt: auf Ettersburg klopft ein neues Herz - ein - wie der Dichter sagt - eine Knospe neben der Rose - ich wünsche dem Kinde, wenn es älter wird, so treue Seelen, die sich so innig im anschließen wie seinem Vater Eure Hoheit treu ergebener

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscanning 12, 68-70)