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Brev fra Mary Howitt til H.C. Andersen 31. august 1846

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Dato: 31. august 1846
Fra: Mary Howitt   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Clapton bei London. August 31ste 1846.

Lieber Herr Andersen,

Es ist mir unmoglich zu sagen wie viele Freude uns ihren Brief gemacht hat. kh hatte frUher geantwortet, aber ich wollte zuerst die Ankunft des Pachets abwarten, we1ches Sie so gut waren mir durch den Danischen Gesandten zu schicken. Weder ich noch der Herr Bjelke, der so gut war sich Mühe darum zu geben, konnten etwas davon hören. Jedoch ich bekam ein Exemplar des Billedbog uden Billeder, ein Werk welches uns immer sehr gefiel, und übersetze es für einen Journal welcher meinen Mann gehört, und »The Picture-Book without Pictures« wird sehr vom Britischem Publicum geliebt. Das »Kun en Spillemand« und O. T. habe ich auch übersetzt, welche Lieblinge des Publicums sind, doch nicht so wie Improvisatoren.

Ich wollte ihnen von diesen meinen Arbeiten sagen, unter welchem ich auch eine Auszahl der Eventyr fur Börn, übersetzt habe, welche nicht durch Grimms und anderen Deutchen Ergabungen dem Englishen Lesern bekannt waren. Dieses würde ich ihnen geschrieben haben, aber ich wusste leider nicht wo ich zu finden sollte, denn Sie hatten ihre Wanderungen durch Europa eben angefangen. Glücklicherweise hörte ich aber von unsere gegenwärtigen Freunden den Freiligraths, dass Sie wahrsheinlich in Weimar seien. Darum schreibe ich ihnen jetzt, hoffend dass wenn Sie Weimar verlassen haben meinen Brief ihnen nachgeschicht wird. Und ich muss es ihnen sagen dass uns nicht mehr Vergnügen machte als die Hoffnung Sie in London zu sehen, zuvor dass Sie nach ihren Vaterland zurückkehrten. Ich bin stoltz zu sagen dass ich das Mittel gewesen bin ihren Namen in England geehrt und geliebt zu machen, und Sie würden einen warmen Empfang von seinem Volke erhalten.

Ich hoffe dass Sie mir die Bogen irgend eines neuen Werkes welches Sie in der Zukunft schreiben, schicken werden und wir werden sehr gem Sie einen Mittheiles des Profits machen. Wenn Sie aber wird ihren Werk in Manuskript senden können, so wäre es noch besser, so könnten wir, vieleicht einen Vorsprung im jetzigen tollen Wettstreit der Literatur gewinnen.

Mein Mann wie ich schon gesagt habe ist der Besitzer eines sehr beliebten Blatts. Und es wäre uns sehr lieb, Skitzen oder Briefe welche Sie während der Reise schreiben konnten, hereinsetzen zu lassen, und um es ihnen der Mühe werth zu machen, werden wir dafür recht gem bezahlen. Wenn Sie so gütig sind dieses zu thun, so darf ich Sie bitten, es in lateinischen Buchstaben zu schreiben, da wir nicht leicht die Dänischen Handschrift lesen konnen.

Schon habe ich erwähnt dass ich, durch die Freiligraths von ihnen gehört habe. Ich glaube dass Sie gern hören werden dass diese liebenswürdige Leute mit ihrem Töchterschen schon in England sind. Sie bleiben bei uns eine Zeitlang, nun aber logirten sie nahe bei uns, ganz nach der Englishen Mode, und sind sehr wohl und glücklich. Er wird bald hier eine gute Stelle erhalten, und dadurch, ganz den Politischen und Literarischen Verdruss überholen.

Ich bitte Sie uns bald zu schreiben und mir das lange Stillschweigen zu vergeben, welches durch die vorher gesagten Ursachen geschehen hat.

Wenn Sie gewöhnt sind Briefe die Sie auf der Reise schreiben in Dänemark gedruckt lassen, wollen Sie die Güte haben sie uns zu befordem, denn alles was Sie schreiben, wird fiir uns von grossen Werth sein und wäre für Sie auch vortheilhaft.

Ich schreibe als ich gevonnen war, und weil ich nicht in meiner Mutter Sprache schreibe so ist es mir nicht leicht.

Mein Mann lässt sich recht herzlich grüssen. Und mit jedem Wünche für ihre Gesundheit und Glückseligkeit

Verbleibe ich, Lieber Herr Andersen, Ihr treue Freundinn

Mary Howitt.

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