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Brev fra Carl Alexander til H.C. Andersen 14. februar 1854

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Dato: 14. februar 1854
Fra: Carl Alexander   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

111 Carl Alexander an Andersen

W.(eimar) d. 14 Feb. 1854.

Herzlichen Dank, mein Bester, für Brief und Gruß aus der Ferne. Ersterer beleuchtet mir ein thätiges leben, was (S)ie, mit seiner Thätigkeit weder dem Schönen entrückt was Sie Selbst schaffen, noch dem was Ihnen durch Andere geschaffen wird; dabei sprechen und erzählen Sie von Frühlingslüften und schließen so mit anmuthig das anmuthige Ganze was Sie mir vor die Seele führen. Wenn ich deshalb Ihnen für das / Jahr wünsche daß es so bleiben möge, so bin ich nur logisch und wenn ich diesem Wunsche den hinzufüge, daß wir uns in diesem Jahre im lieben Thüringen, in Frieden, wiedersehen möchten, glaube ich jenes wohlthuende Ganze nicht zu stören. Die Zeit ist keine günstige für die Schöpfungen still waltenden Geistes. Die Novelle, die Sie als "ekelhaft" bezeichnen, beweißt es aufs Neue. belege aus Deutschland ließen sich beifügen. Willkommen deshalb, als Aus/nahme war mir daher kürzlich ein bruchstück eines weitumfassenden Werkes eines der Deputirten aus der Paulskirche, des Hr. Jordan, der in einem großen, poetischen Ganzen die mémoiren seiner Seele niedergelegt hat. Er selbst trug jene bruckstücke vor, sie zeugen von viel beobachtungs- und (derj)enigen Gabe, durch die das beobachtete ausgesprochen wird. Im dramatischen Fach ist Michel Reser von Gutzkow ein interessantes, nur zu interessantes Stück denn es enthält Stoff zu wenigstens 2 Schauspielen. Von neu/en Opern bietet "die Nibelungen" von Dorn eine interessante Neuigkeit und weißt auf das gleichnamigeWerk hin, was auch nicht durch des Compositor’s Wille, was Wagner bearbeitet und dessen merkwürdiges und hochpoetisches libretto den kleinen Kreis, dem es vergönnt war, Einsicht von demselben zu erlangen, bereits in das größte Erstaunen gesetzt hat.

Den Grüßen meiner Mutter, wie meiner Frau, füge ich die Wünsche bei, daß Sie in harmonischester Thätigkeit leben möchten, weil ich in ihr die Hauptbedingung des Glückes erkenne. CA

Tekst fra: Ivy York Möller-Christensen