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Brev fra H.C. Andersen til Carl Alexander 27. juli 1855

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Dato: 27. juli 1855
Fra: H.C. Andersen   Til: Carl Alexander
Sprog: tysk.

118 Andersen an Carl Alexander

München 27 Juli 1855

Mein edler, lieber Großherzog! Königliche Hoheit! Ihr theurer Brief hat einen langen Umweg gemacht bevor er in meine Hände kam; er ist nach Kopenhagen gegangen und von da um mich zu treffen, wieder nach Deutschland; und darum kan ich erst heute eine Antwort geben und meine innige Dank aussprechen. Wenn Sie mein edler, hoher Herr, den Gefühl, der Stimmung, mit welcher ich Ihre Briefe lese, jeder einzelne und mehr als ein mal, dieses Erwagen jeden Sats, jedes Ausdruck, und so wie der Geizige prüft und wiegt sein Gold-Schatz, so wiege ich jeden Sats, wen Sie das vernehmen konnte, es wollte Ihnen erfreuen. Sie sind mir so fest im / Herzen hineingewachsen, ich vergesse, beinahe, des Königs Mantel und denke nur an Ihr Herz, an Ihren klugen liebevolle Augen.

Ich möchte gerne etwas länger als ein Paar Tage in Weimar verweilen, und deswegen habe ich meinen Besuch nicht auf die Hinreise aber auf die Rückreise bestimmt, denn ich bin daran, für diesen Mahl, die Reise nach Rom aufzugeben; die Zeitungen sagen: Cholera ist in Norditalien, ich habe ein Angst vor diese Krankheit, daß ich gar nicht ueber die Alpen gehen werde wenn diese Seuche dort nistet. schnell bin ich über Berlin gefahren habe da gar keine einzige Vesitte gemacht und über Dresden nach München gegangen. Vorgestern war ich, auf die Durchreise, in Nürnberg; der Konig und die Koniginn waren da, und beyde haben mir so gnädig und herzlich empfangen, ich war des Mittags zum Tafel und des Abends auf einen großen Bal; Gestern kam ich hieher nach München und nach einige Tage bin ich zu der / Schweitz, von wo ab ich wiederschreibe, dann denke ich statt Italien, möglicherweise einige Zeit ins Deutschland zu verweilen, nahmentlich in das liebe Weimar, das mir durch Eure Konigliche Hoheit, so wie vielen lieben Menschen mir wie eine zweiten Heimath erscheint, doch wie lieb ich Sie und Eurer Land hat, mein hoher Herr wollen Sie in die neue Ausgabe "das Mahrchen meines Lebens" sehen, der in diesen Augenblick über ganz Dänemark gelesen und schön und gut aufgenommen wird.

Bringen Sie mir in gnädigst Erinnerung bei Ihrer Koniglichen Gemahlin und der Kaiserliche Mutter! Gott erhalte, freue und segne Euch, mein theurer, edler Herr! -

Wenn ich einen Brief erwarten darf da gehen diesen nach Stuttgard post restante Ihre Konigl: Hoheit innig ergebener

H.C. Andersen

Tekst fra: Ivy York Möller-Christensen