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Brev fra Carl Alexander til H.C. Andersen 20. maj 1856

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Dato: 20. maj 1856
Fra: Carl Alexander   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

121 Carl Alexander an Andersen

Weimar den 20 Mai 1856.

Ein willkommner, schon weil längst erwarteter Bote, war mir Ihr Brief von dem 17 d.M., mein lieber alter und treuer Freund. Sie wissen Ihr Stillschweigen so schön zu erklären und so freundschaftlich, daß man fast, nachdem man dies gefühlt, nicht wünschen darf von Ihnen Briefe zu erlangen. Indeßen ist bei jedem Menschen die Individualität dasjenige was am Meisten geschont werden muß und jeder hat die seine. Deshalb und weil das briefschreiben der Ihren nicht gerade zu entgegen ist, möchte ich daß Sie der meinen gemäß handelten, also öfters schrieben.

Sie sind leidend gewesen; ich war / es auch. Gott sey Dank athmen wir wieder die belebende Frühlingsluft und neu heben sich die Flügel. Sie geben mir den besten beweiß Ihrer Herstellung an Geist wie Körper, denn Sie sind thätig. Die Form, welche Sie, um mir (aus: sie) den Inhalt zu erklären, Aladdin taufen, ist, dem mir Erzähltem zu Folge, eine vielversprechende. Theilen Sie mir das Werk mit, sowie es fertig ist. Sein Sie glücklich in dem bewußtsein in dem Ihnen sympatischen Element wirken zu wollen und wirken zu können - es ist Ihnen hiedurch ein Glück beschieden, daß nicht jedem vergönnt ist. - Die Zeugen der vaterländischen Thätigkeit, die bilder der Frau (eingefügt: der Frau) Jerichau, die Statue ihres Mannes, die Musik zu Karin sind willkommene beweiße regen lebens. Von hier könnte ich Ihnen herrliche land/schaften nennen, welche Preller und Hummel gemalt, büsten, die Hoyer gefertigt und Compositionen List’s , Raff’s u. Anderer. Liszt hat seine Symphonie der Hölle des Dante beendigt, noch kenne ich sie nicht. Zu meinem Geburtstag, zum 24 Juni, so Gott will, laße ich den zweiten Theil von Goethe’s Faust von dem sel. Eckermann arrangirt, auf die bühne bringen, worauf ich sehr gespannt bin. An den Dichtermonu(menten) wird fleißig weiter gearbeitet, ich hoffe, daß wir sie im nächsten Jahr, so wir leben, fertig sehen. - Kommen Sie doch hieher zu meinem Geburtstag um den Faust zu sehen.

Meine Gedanken u. Wünsche umgeben Sie, weil sie die

Ihres Freundes sind CA

Tekst fra: Ivy York Möller-Christensen