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Brev fra H.C. Andersen til Friederike Serre, f. Hammerdörfer 9. januar 1857

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Dato: 9. januar 1857
Fra: H.C. Andersen   Til: Friederike Serre, f. Hammerdörfer
Sprog: tysk.

Liebe theure Frau Serre

Mehr als einen Monath bin ich krank gewesen, ein Cathar, noch stärker als in Maxen, mit Husten, Magenkrämpfe und Rückschmerzen, noch bin ich gar nicht wohl, aber doch weit besser. Acht Tage vor Weinachten wollte ich nach Basnæs, wie Sie wissen, mein Artz meinte, wenn ich [overstr: sehr wohl] sehr gut eingepackt in Manteln und [overstr: mit Warmes für die Füssen] ging es, ich fuhr auf der Eisenbach nach Slagelse und von da, noch vier Meilen in einer bequemen zugeschlossenen Kutsche mit vier Pferden, [overstr: des ohngeachtet] weiter nach dem Herrenhoff am Grossen Belte, aber die ganze Zeit, beinahe zwei Wochen, bin ich da immer in die Stube geblieben, nahm nicht wie gewöhnlich fröhlichen Theil um Weinachtsbaum, Theater, Bälle & - und vorgestern kam ich wieder als eingeschnürter Mumie wieder zurück! / Der Graf Moltke war bei uns, auf Basnæs, Weihnachten, er war sehr heiter und liebenswürdig, er scheint mir so gütig, es ist als ob die Liebe seines Vaters [overstr: Liebe] für mich [overstr: ist]auf ihm übergegangen war. Die Frau von Scavenius ist eine edle hübsche junge Witwe, da sind nette Kinder und zwei sehr gebildete Gouvernanten eine deutsche und eine Engländerinn. Zur Weinachts Ggeschenk bekam ich eine hübsch gestickte Sopha-Kissen von Frau Scavenius selbst gemacht. Da ich [overstr: kam] nach Kopenhagen kam fandt ich meinen ganzen Tisch voll von liebevollen Briefen und Neujahrs Geschenken, Schriften von dänischen Schriftstellern und auch aus Deutschland von deutschen, die liebe gute Frau von Z- hat mich auch liebenswürdig bedacht [flyttet til slutn. af sætningen] mit ihrem neuesten Buch, ich fandt Geschenke von Damen, ohne Nahmen am meisten, selbst aus den dänischen Provinzen; ich war beinahe gerührt; die Menschen sind doch gar zu gut./

Clara Schumann ist längere Zeit bei und gewesen, sie wohnte bei der reichen musikalischen Frau Tutein, ich war da mehr mahls mit ihr zusammen, wir kennen uns seit 11 Jahren, sie war tief in Trauer und Thränen über ihren Verlust, sie sprach mit mir so innig über den Verstorbenen; Gade nahm sich sehr der Schumann sehr an, aber ich bin im vollen Herzen fast überzeugt daß was Sie, theure Freundinn schreiben, daß die Zeitungen, [overstr: der Gade] von den beyden sagen, eine Verlobung ist unwahr, nie kam so was in die Gedanken beyder, es ist nur bößes Plaudern, ich weiß es ganz genau! [Overstr: Der] Die Schumann vergißt nicht so schnell ihren theuren Gatten und auch Niels Gade, lebt noch so in der Erinnerung [overstr: zu] seiner Sophie. - den letzten Mittag bei Tuteins mit der Schumann war sie meine Tischdame, sie [overstr: fragte] sprach mit mir viel über Maxen, über Sie und [overstr: Ihre] den herrlichen Hrn Major. Auch M und M und die Hunde selbst kamen mit in unser freudiges Gespreche. / Sie sprach [overstr: wie] schön und wahr über [overstr: Ihnen] Sie und Ihren edlen Gemahl, wir rückten einander näher beinahe durch die gemeinsamen Freunde in ihr liebes Vaterland. - Wie gehts mit dem Vogel in Birnbaum? Auch Hartmann hat kein Wort noch von "Klein Karin"; bei Gelegenheit fragen Sie doch Dr. Pabst, ich lege meinen Gruß dabei!

- [overstr: Sagen Sie] einige Zeilen für Grahls Album schicke ich bald, ich freue mich daran og danke Hr Kapelmeister R daß er sich meiner gedacht habe. Den lieben guten S. Dahl grüßen Sie herzlich und innig, doch erst meine Neujahrs Gruß: Gesundheit und ein guthes Humeur für Sie und den vortrefflichen Hrn Gemahl!

Wie gehts die Frau von Berg, dem kleinen Hermann, [overstr: M] und alle lieben. Eine illustrirte deutsche Ausgabe meiner Historien kommt als Weinachts Gruß, etwas spät, aber ich konnte nicht früher! Grüßen Sie die reichbegabte geistreiche Frau von Göthe, sagen Sie, daß Sie in meinem neuen Roman sehen wird wie ich liebe und werthe ihren Schwiegervater, den ich leider nie sehen sollte. - Mitte Mai kommt der Roman heraus, dansk, dänisch - .

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscanning 12, 138-40)