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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 19. april 1857

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Dato: 19. april 1857
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Dresden,den 19.Apri1 1857

[Fragmenter]

Mein theurer,verehrter Freund!

Wie glücklich macht es mich, daß Sie eine kleine Freude über meinen Teppich gehabt - den ich diesen Winter, wo so wenig ich ausgehen durfte, mit tausend herzlichen Gedanken für den Entfernten Freund genäht! Ja,ich grüße Sie durch denselben und legen Sie ihn vor Ihre Pforte, so grüßen Sie damit jeden Eintretenden nach Ihres Herzens Weise! Wieviele Beweise der Anerkennung und unserer Ergebenheit hatten Sie an Ihrem Geburtstage. Es konnte nicht anders sein, denn wo Geist und Gemüt vereint walten und schaffen - da werden die Herzen erworben.

Gott erhalte Körper und Geist frisch und kräftig und segne Sie und lasse Ihren Glücksstern hell strahlen, lange, lange - ungetrübt! Von Ihrem Kommen erwarte ich eine entscheidende Nachricht. Danach richte ich meine Badereise ein! und meine Sommerpläne. Wie freut sich mein Mann mit Ihnen zu arbeiten! Wie schmerzte es uns, als uns Reißiger, Pabst, Graf von Lüttichau selbst Dittmars sagten, die Theaterpiecen wären zu sehr dänisch und lokal, als sie für eine deutsche Bühne sich eigneten.

Denken Sie, welche entsetzlichen Tage wir ver lebt: Frau von Berge reiste nach Berlin und begab sich in Herrn Dr.von Gräfes Augenklinik. Die Operation war gräßlich, aber ging doch glücklich. Nach 6 Tagen erhielten wir eine telegraphische Depesche. Frau von Berge läge an inneren Verblutungen, am Tode! Sofort benutzten wir den 1sten Zug nach Berlin und fanden sie in Todesgefahr, doch noch lebend. Wieder 3 Tage und Nächte vergingen in dieser Spannung. Ich war abwechselnd Tag und Nacht an ihrem Bette in der stockfinstern Stube, bis endlich Doktor von Gräfe sagte, jetzt ist sie außer Gefahr,und wir reisten zurück und ließen Frau von Hann bei ihr! Die Operation ist geglückt, sie wird sehen! - Ich selbst bin angegriffen, erkältet und fühle mich recht unwohl! -

Der junge Hartmann brachte mir Ihren Brief. Zufällig war Konzertmeister Schubert da und ich stellte ihn ihm vor. Er lud ihn ein, und versprach ihm jede Gefälligkeit in musikalischer Hinsicht. Heute aß er Mittag bei uns. Ich bat den Pianisten Wehnert, unsren 1sten Klavierspieler, einen Herrn aus der Kapelle, der die Zitter meisterhaft spielt, und zwei junge schöne Mädchen, wovon die Eine ihm sehr gefiel und er immer an ihrer Seite blieb, Laura von Falkenstein. Er sagte, er hätte schon hier ein Clarinettenquartett komponiert und so hol ich die passenden Künstler aus der Kapelle und Donnerstag wird er es mit ihnen in meinen Salon probieren!

Sie sehen,es geht Ihrem Protegé gut.

. . . Gutzkow ist Papa eines 3ten Töchterchens gestern geworden, arbeitet fleißig an seinem italienischen Roman. So wird wohl nichts aus Ihrem Plan, nächsten Winter in Rom zuzubringen? - Bleiben Sie lieber in Dresden einmal! -

Ich zähle die Zeit und Stunden,bis ich Ihren Roman in Händen habe. Er wird mir ein wahres Andachtsbuch sein! So Gott will, ziehe ich Sonnabend den 25. nach Maxen. Baron Stamberg brachte mir heute sein neuestes Buch, Novellen über Bilder der Galerie, welche er fortsetzen will! - Amely Bölte schreibt aus Italien Briefe über Venedig,Florenz und Rom im Häuslichen Herd. Von der Burrow hörte ich lange nichts.

...Was das Albumblatt in Frau Grahls Stammbuch belangt, so ist eigentlich der Zweck, eine Autografie von Ihnen darinnen zu haben. Ich werde vor der Hand eines von Ihnen mir aufgeschriebenen Gedichtes geben, bis Sie selbst kommen. Dann schreiben Sie in Maxen etwas auf. Nicht von einem Buche, aber von Ihrer Handschrift fürs Album liegt Ihnen. - Jetzt ist auch Walther von Goethe aus Weimar hier, und Einer wie der Andere ist Herz und Gemüt - und liebevolles Wohlwollen für Andere - Ich sehe Frau von Goethe täglich und bestellte Ihren Gruß - Schreiben Sie bald Ihrer stets Ihnen treu ergebenen Fr.

[Randbemerkung:] Margaret, Minna und Serre grüßen tausendmal. Sie wissen, wie heilig mir ein Brief, darum keine langen mehr, wenn Sie eilig schreiben! -

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