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Brev fra H.C. Andersen til Carl Alexander 18. august 1857

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Dato: 18. august 1857
Fra: H.C. Andersen   Til: Carl Alexander
Sprog: tysk.

128 Andersen an Carl Alexander

Maxen bei Dresden, 11 (soll heißen:18) August 1857.

Mein edler theurer Großherzog!

Ja, Sie Sind mir gut! ich weiß es, ich wußte es, selbst Eure Brief zeigt es mir. Eure Konigliche Hoheit spricht es als ""Wunsch"" aus daß ich zum Feste kommen soll, sonst wird mir "Krieg erklärt", dieß bricht allen Hindernissen ab, und ich komme! nicht wegen die Festlichkeiten komme ich, aber um Eurer Königlichen Hoheit meinen Dank und Liebe zu bethätigen; kann dieses eine geringer Beweiß sein von meinen treuen ergebenen Herzen da thäte ich noch gern weit mehr!

Heute schreibe ich nach Kopenhagen, daß ich da erst den 9ten oder 10ten einträffe; nach Weimar komme ich den letzten August und verweile, wie Eur: Konigl: Hoheit es wollen, bis den 7ten des Morgens, dann muß ich fort. Ein Angst nur habe ich dabei, wenn ich nach Weimar komme, oder nach Eisenach, und alle Gasthaüser dort sind besetzt, wie ich bei einem solche Feste erwarten muß, was thue ich dann? Freilich, ich gebe mich dann im / Schutzt des Landesherren.

In dem "Mährchen meines Lebens" habe ich den 5 September als ein Tag von Bedeutung von mir erwähnt; alle Jahre feire ich diesen im Stillen, dem 5 September kam ich, ein armes Kind, erstemal nach Kopenhagen, dan begann mein Kämpfen und Ringen; am 5 September, zufällig, ging ich erstemal über die Alpen nach Italien hinein und von dort, durch den Improvisator, gründete sich im Auslande mein Dichternahme; den 5 September feierte ich auf der Insel Föhr, an das Tafal meines innig geliebten Konigs Christian der VIII, den 25 Jahrestag seit ich kam nach Kopenhagen; der König stand mir da, wenn ich es sagen darf, wie ein Freund zur Seite, theilnehmend und gut, sprach von das Errungenen und das was überstanden war. Jetzt soll ich auch einmal mein stilles Fest bei Ihnen, mein edler theurer Großherzog, verleben, bei Ihnen, welchen ich verehre mehr als Sie sich vorstellen können, es wird für mich eine neuer Freude und Erinnerungs Punct.

Gott erhalte Sie! Bringen Sie der Koniglichen Gemalinn meinen innigsten Dank für die gnädigen Grüßen welche Sie mir durch Sie, Konigl: Hoheit, gesandt habe. Frau Serre ist seht begluckt durch des Großherzogs Grüßen und sie erlaubte sich denselben zu entgegnen. Eurer Koniglich: Hoheit treu ergebener

H.C. Andersen.

Tekst fra: Ivy York Möller-Christensen