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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 26. oktober 1857

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Dato: 26. oktober 1857
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

[fragmenter]

Dresden den 26. Octbr. 57

Verehrter, theurer Freund.

Mit Angst und Sorge sendete ich meine Gedanken zu Ihnen, ich wusste nicht, wo Sie waren, wusste die Cholera im Lande wo Sie weilten, und keine Ihrer Nachrichten beruhigte uns, unbeantwortet blieb mein Brief! Gott lob, Sie sind wohl und anwesend in Copenhagen, und die böse Krankheit hat sich verloren! - Hier ist dann auch Manches Trübe und Freudige vorgekommen; als ich von der Taufe des 2ten Sohnes meines Carls zurück kam, fand ich 2 Zeilen von Sigwald, welcher angstvoll mich hin berief (?) wo ich seinen Papa, von einer schlagähnlichen Lähmung wie eine lebendige Leiche fand. Er erkannte mich sofort, ergriff meine Hände, und nun sprach er mir Mittheilungen, ..... - als ich gehen wollte, hielt er mich fest, ind .......Bleiben, bleiben! Da bin ich denn auch nicht gewichen, und als er am andern Morgen die Augen schloss, half ich Sigwald über die schweren Pflichten der Bestattung und ..... dabey vorkommt, ...... theilnehmend hinweg. Auch hier erkannte ich, welch tiefes und schönes Gemüth Sigwald besitzt, und liebe ihn beinahe noch mehr! - Es starb mit Dahl ein wahrer Künstler, und ein braver herrlicher Mensch! - Kaum nach Maxen zurück, rief mich die Ankunft der Gräfin Moltke wieder zur Stadt. Ich sitze nun bey ihr, und wir sprechen von ihrer gesch .... B.... - und sie weint sich aus, und abends kommt sie zu mir, und ich bemühe mich sie mit allerhand zu zerstreuen - und wenn sie sagt "Fritze, Sie sind mir ein Trost, eine Wohlthat", und .... sie hat mich wahrhaft lieb, - da freue ich mich - dass unsre Kameradschaft doch etwas Schönes und ein Segen geworden ist! -

Die Göthe ist recht wohl - und ich werde mich ausschliessend diesen Winter in dem Umgang beider, die mir so innig werth sind, theilen! Und nochetwas - Denken Sie als der Gr.Herz. z. Weimar in Dresden war, hatte er an mich, einen lieben, schmeichelhaften Brief zugeschrieben, worinnen er den Wunsch aus-sprach mein Mann kennen zu lernen, .... das ich darauf natürlich hätte vorstellen müssen lassen (???) Der Brief war in Maxen bey uns geblieben weil man mich täglich zurück ......... da war der Herzog abgereiset und die Zeit versäumt. Natürlich schrieb ich sofort und entschuldigte mich, darauf kam eine telegraphische Depeche. die Serre nach Weimar berief. Dort wurde er sofort zum Diner eingeladen, es war zum Abschieds Diner des russischen Gesandten Herr von Schröter - ganz entzückt kam er von der Liebenswürdigkeit des Herzogs und besonders von der Freundlichkeit und Güte der Herzogin zurück.- Sehen Sie, was mein Begegn. nun für Folgen hat? Der Gr.Herz. scheibt - er würde es nie vergessen, er wollte auch ... Anlegenheiten der Schillerstiftung mit Serre sprechen!

Liszt gibt den 8. Novbr. hier ein Concert, führt seine Faustsimphonie auf, worüber einstimmig nicht vortheilhaft gesprochen wird. Clara Schumann und Joachim, geben Morgen Concert. Ich bin in der Stadt, weil die Mutter der Helene aus Cösen, und ihre Tochter Ottilie hier zum B esuch. Warum schreiben Sie immer noch einmal. in dem Brief am Ende, die Addresse auf meinen Briefe an mich? -Endlich aber einmal die liebe Anrede an welche ich von meinen Freunden, z-B. auch Carus gewöhnt bin , und die ich so liebe, und ich hoffe ver........ Ein Brief allein, wo die Gedanken hingeworfen wie sie aus der Seele fliessend sind, hat Werth (?) ist berechnet als Autografie - so lässt er kalt und ist kalt. - Ein Brief nur für den berechnet an welchen er gerichtet, muss sein ausschliessendes Eigenthum bleiben. - so denke ........ . Im Decbr, ich glaube den 15ten kommt Graf Moltke, wie schön wäre es, wenn Sie ihn begleiteten, und das Weihnachtsfest einmal mit uns zubrächten, überlegen Sie es! - Deckens können sich auch nicht beruhigen, dass aus Ihrer Lecture bey der Königin Marie nichts geworden, aber an ihnen liege nicht der Schuld, sie

hatten sich alle Mühe gegeben! - so sagte mir Sigwald! - Frau von Berge ist glücklich von ihrer Hochzeits Reise zurück! - Sigwald trug mir auch, ihn zu entschuldigen, dass er nicht selbst geschrieben, er ist so beschäftigt mit dem Nachlass und hat so auf ....... Dingen. - Behüthe Sie Gott! -

(am Rand, s. 4) Ich zähle die Tage wo ich eine ..... Ihnen sehen komme.

(do.do.

s. 2)

Von Allen Grüsse! In Treue

Ihre Fr. Serre

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