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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 18. marts 1858

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Dato: 18. marts 1858
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Dresden am l8.März 1858

Mein theurer, verehrter Freund!

So nahte der schöne Tag, der einen Liebling des Himmels das Leben gab und dankbar erfreuen wir uns des glücklichen Geschicks, diesen holden, Reichbegabten und Gesegneten unsern Freund nennen zu dürfen. Möge Gott ihm Gesundheit - das kostbarste Gut des Lebens und Freuden und Glück auf seinem ruhmgekrönten Pfade, in reicher Fülle gewähren! uns aber seine Freundschaft erhalten.

So wäre das liebe Buch in einer zwar mir unverständlichen Sprache aber doch lesbar in meinen Händen und ich sehe mit Rührung auf den Namen des 1sten Blattes Frau Serre. Auerbach war gestern hier und sagte mir, ich will Ihnen auch mein nächstes Buch dediciren, das freut mich von Andersen! Sehen Sie, so bin ich doch sehr glücklich - so liebe herrliche Freunde zu haben, die es wahrhaft gut mit mir meinen, und ich denke immer im Stillen dabei - . Ich will es verdienen.

Ihr Vetter, ein lieber und schöner junger Mann, war bei mir al¬lein - in kleiner und größerer Gesellschaft. Sein Name öffnet ihm alle Pforten! - Er will mir die beikommende Rolle nach Kopenhagen besorgen - an seine Braut, die sie am 2ten April in Ihre Hände legen wird! - Es ist nämlich eine ganz neue und schöne Ansicht von Dresden, dessen reizende Lage bezeichnend! - Möge dieses Bild Ihre Gedanken recht oft in Ihre 2te Heimat führen - wo Sie mit Ihrem Erscheinen Festtage bereiten.

Mein Mann, Margaret, Minna, Sigwald, v. Wo1fersdorfs - Alle auch Frau v.Hann, Fr. v.Berge wollen Ihnen Grüße und Glückwünsche gebracht haben! Wir werden diesen Tag an Sie denken, und um ½3 Uhr, wir diniren hier um 2 Uhr, auf Ihr Wohl anstoßen! - Jetzt ist von Triest zum Besuch Gräfin Yoldi-Coopmans hier. Sie plaudert aber dänisch wie Andersen und hat mir mündlich einige Ihrer dänischen Geschichten übersetzt. Auch sie grüßt Sie, noch immer ist sie geistreich und hinreißend. Noch einmal also ein Lebewohl!

Fr.Serre

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