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Brev fra Friederike Serre, f. Hammerdörfer til H.C. Andersen 23. maj 1860

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Dato: 23. maj 1860
Fra: Friederike Serre, f. Hammerdörfer   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Dresden den 23 sten Mai 1860

Mein verehrter,theurer Freund!

Mit schwerem Herzen muß ich Ihnen sagen, daß ich leider auf die Freude Sie in Maxen zu sehen, verzichten muß. Mein Mann war sehr angegriffen von der umfänglichen Arbeit und ist mit Minna nach Schandall gegangen, um sich zu erholen auf 3 Wochen. Carus besteht darauf, daß ich nach Ems muß, weil ich wieder recht elend bin. Ich habe mich diesen Winter so viel abgeängstigt wegen der Lotterieangelegenheit, und nun kommt die Folge der nervöse Zustand. So muß ich nachgeben. Nun wollte ich den 15 ten Juni fort, da erhalte ich heute eine telegrafische Depesche vom Großherzog von Weimar, daß er mich den 29 sten, dem Tag nach dem Fest auf der Wartburg zu sehen wünscht - vielleicht hat er auch manches zu fragen wegen der Lotterie, kurz ich muß natürlich folgen und vereinige meine Reise nach Ems damit, schon auf dem halben Wege dorthin.

Ach, was es mich schmerzt Sie nicht sehen zu können! Und Clara Heinke, die deshalb mit ihrer Tante sich hier vom 1 sten Juni an einquartiert - und Frau von Goethe,die bis zu 10 ten Juni hier bleibt und 8 Tage und mit Ihnen in Maxen sein wollte! Es ist ein großes Opfer, vielleicht kann ich versöhnen und Gutes stiften mit dem Großherzog, da wieder Störungen eingetreten sind. Können Sie denn nicht nach Ems kommen? und können Claras Willen ein paar Tage in Dresden sein? Nicht wahr, Sie schreiben mir von Ihrer Reise aus, und immer hierher adressiert? - Nicht Ihre liebe Hand drücken mehr, nicht Lebewohl für lange Ihnen sagen - mich kostet es Tränen! So behüte Sie Gott! Haben Sie keine kleine Photographie für mich, wie man sie jetzt macht?

Wieder drückt Ihnen die liebe Hand

Ihre urtreue Fr.

[Randnotiz:] Ob der Brief auch zur Zeit in Ihre Hände kommt, ich konnte nicht früher unter diesen Umständen schreiben.

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