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Brev fra H.C. Andersen til Richard Bentley 6. september 1860

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Dato: 6. september 1860
Fra: H.C. Andersen   Til: Richard Bentley
Sprog: tysk.

[Geneve, den 6. September 1860.]

Theurer Freund,

Hier in Geneve empfing ich heute Ihren lieben Brief, ich danke Ihnen von Herzen und bin sehr glücklich durch die freundliche Aufnahme meiner letzen Werk in England, the Atheneum, the Leaders und auch Saturday review habe ich gelesen, [overstr: aber] und freue mich wegen der lobenden Kritik aber noch mehr froh wurde ich beim Lesen Ihren welkommende Brief und davon erfahren dass Sie denken zur Weinachten eine neue illustrierte Ausgabe zu machen, wie schön! für die deutsche Ausgabe sind keine Illustrationen, aber ich habe an meinem Freund, den Etatsrath Collin, der ist kündig und tüchtig er will sich für die Sache interessieren og er schreibt an Ihnen und gibt nahre Auskunf wie am bestem Zeichnungen voll Wahrheit der dänischen Natur, und auch wohlfeiler Art zu haben sind aus Dänemark. Schon früher, theurer / habe ich an Frau Busby geschrieben Sie gebethen Ihnen erzählen ich war auf Reise und da ich leider nicht ohne Hilfe Englisch schreiben kann, habe ich nicht an Ihnen geschrieben; aber Sie sollten Brief erhalten wenn ich in Auslande Jemand traff der mich helfen konnte; hier ihm Pension [overstr: habe ich] ist es mir gelungen und darum dieser Brief voll von Dank und Liebe für Ihre Freundschaft, Ihre Theilnahme für mich und meine Schriften. [overstr: Baron Hambro hat mich auc] Durch Etatsrath Collin sollen Sie bald über die Illustrationen etwas hören; meine Reiseplan diesen Winter in Rom zu verweilen habe ich leider aufgeben müssen es ist nicht die Zeit jetzt nach diesem Land zu gehen wo alles ist in Bewegung, aber ob ich gehe nach Kopenhagen künftigen Monath weiss ich noch nicht / aber Sie sollen davon erfahren, freuen Sie mir mit Brief, dann schreiben Sie wie gewöhnlich noch nach Kopenhagen, dort weisst man immer wo ich bin. Das Wetter ist sehr schlecht den ganzen Sommer gewesen, Regen und Kälte [overstr: hat mich] habe ich immer hier in der Schweitz gehabt. Meinen Besuch in Oberammergau habe ich niedergeschrieben und die Frau Busby zugesendet vielleich konnte [overstr: es Interesse für Sie] passend sein für das Bentley Magazin wie letz auch mein en Besuch bei Dickens? - Von Hambro habe ich aber gestern einen sehr liebevollen Brief erhalten. er freut sich sehr über the stories from the sandhill, von Dickens höre ich gar nichts!

[Overstr: Er hat sehr lange keinen Brief an mich geschrieben und er lebt ja doch noch in England] Grüssen Sie Ihre Frau [overstr: die] und Kinder, Gott segne und freue Sie und die Ihren, und bewahren Sie Ihre Freundschaft und Theilnahme für ihr treuer ergebener

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Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscan 13, 188, 190-91)